Mäuse verlieren nach Behandlung mit Grün-Tee-Extrakten an Gewicht

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Mäuse verlieren nach Behandlung mit Grün-Tee-Extrakten an Gewicht

Eine im grünen Tee enthaltene Substanz schützt vor dem Dickwerden - zumindest im Tierversuch. Das Polyphenol reduziere die Zunahme von Körperfett bei Mäusen, teilte das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (Dife) Potsdam am Montag mit.

dpa POTSDAM. Eine im grünen Tee enthaltene Substanz schützt vor dem Dickwerden - zumindest im Tierversuch. Das Polyphenol reduziere die Zunahme von Körperfett bei Mäusen, teilte das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (Dife) Potsdam am Montag mit.

Der Effekt sei wahrscheinlich nicht auf eine Appetitminderung zurückzuführen sondern auf eine verringerte Aufnahme der Nahrung im Darm und eine gesteigerte Fettverbrennung.

Um den Einfluss anderer Teebestandteile auszuschließen, wurde ein gereinigter Extrakt aus grünem Tee verwendet, der zu über 94 Prozent aus dem Polyphenol (Epigallocatechingallat, Egcg) bestand. Egcg ist ein Hauptbestandteil des grünen Tees. Die Versuchsmäuse erhielten mehr als vier Wochen lang unterschiedliche Konzentrationen bei gleichzeitig fettreichem Futter. Im Vergleich zu den nicht behandelten Tieren wiesen diese nach 29 Tagen ein deutlich niedrigeres Körpergewicht mit vermindertem Körperfettanteil auf.

„Die zehn- oder hundertfache Wirkung in Pillenform für die Behandlung beim Menschen zu konzentrieren, ist nach bisherigen Erkenntnissen jedoch fragwürdig“, warnte Grundlagenforscherin Susanne Klaus vom Dife.

Grüner Tee enthält große Mengen an Polyphenolen, hauptsächlich Catechine, denen eine senkende Wirkung auf Blutdruck und Cholesterinspiegel sowie ein gewisser Schutz vor Krebs zugesprochen werden. Ebenso belegen Studien an Tier und Mensch, dass diese Substanzen gewisse gewichtsreduzierende Eigenschaften besitzen. Vier oder fünf Tassen grüner Tee am Tag würden derartige Wirkungen hervorrufen, sagte Susanne Klaus mit Berufung auf Studien aus Asien.

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