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Marburg-Fieber in Angola nimmt Rekord-Ausmaße an

Mit bislang 127 registrierten Todesfällen hat der Ausbruch des Marburg-Fiebers in Angola Rekordausmaße angenommen. So viele Tote waren zuvor noch nie bei einem Auftreten der unheilbaren, Ebola-ähnlichen Krankheit registriert worden.

dpa GENF. Mit bislang 127 registrierten Todesfällen hat der Ausbruch des Marburg-Fiebers in Angola Rekordausmaße angenommen. So viele Tote waren zuvor noch nie bei einem Auftreten der unheilbaren, Ebola-ähnlichen Krankheit registriert worden.

Insgesamt wurden von vergangenen Oktober bis Ende März in Angola 132 Erkrankungen an dem mit inneren Blutungen einhergehenden (hämorrhagischen) Fieber bekannt, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf am Donnerstag mitteilte.

In der Provinz Uige der südwestafrikanischen Republik gibt es nach unbestätigten Berichten weitere Krankheitsfälle. Die WHO setzt mobile Teams zur Beobachtung der Lage und für Laboruntersuchungen ein. Die meisten Todesfälle gab es bei Kindern unter fünf Jahren. Gegen das Fieber gibt es weder eine Impfung noch Medikamente. Marburg-Viren werden über Körperflüssigkeiten übertragen.

Das Virus wurde laut WHO 1967 nach Erkrankungen bei Labormitarbeitern in Marburg, Frankfurt und Belgrad identifiziert. Ursprung der Erreger waren aus Uganda importierte Affen. Das dauerhafte Reservoir der Viren in Afrika ist unbekannt. Die größte zuvor registrierte Erkrankungswelle gab es in der Demokratischen Republik Kongo. Von 1998 bis 2000 starben dort 123 Menschen.

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