Marsmission Phoenix
„Wir haben Wasser auf dem Mars berührt“

Wasser auf dem Mars - was die Daten früherer Raumsonden bereits vermuten ließen, haben die Analysen der Nasa-Sonde Phoenix jetzt bestätigt. Dabei stand die Mission schon kurz dem Scheitern. Jetzt könnte sich der Pannen-Lander zu einem der größten Erfolge der Nasa entwickeln.

HB WASHINGTON. Ein historischer Schritt in der Erforschung des Weltalls: US-Wissenschaftler haben erstmals die Existenz von Wasser auf dem Planeten Mars nachgewiesen. Nach der Analyse von Bodenproben im Bordlabor der Nasa-Sonde Phoenix konnten die Forscher um William Boynton von der Universität Arizona bestätigen: „Wir haben Wasser.“

Wasser gilt als eine der wesentlichen Voraussetzungen für organisches Leben. Dass der Mars früher über oberirdische Wasservorkommen verfügte, hatten Wissenschaftler schon seit langem aufgrund von auffälligen Geländeformationen vermutet. Auch für die Existenz von gefrorenem Wasser hatten frühere Raumsonden Hinweise geliefert. Mit der Analyse von Phoenix ist nun aber erstmals der Beweis erbracht worden.

Bereits vor einem Monat waren sich die Nasa-Forscher sicher, Hinweise auf Mars-Wasser zu haben, sagte Boynton bei der Vorstellung der Ergebnisse. „Aber dies ist das erste Mal, dass wir Wasser auf dem Mars berührt und geschmeckt haben.“ Der Nachweis gilt als großer Erfolg der Mission der US- Raumsonde „Phoenix“, die nach zehnmonatiger Reise Ende Mai auf dem Roten Planeten gelandet war.

Der Roboterarm von „Phoenix“ hatte die Bodenprobe aus einer etwa fünf Zentimeter tiefen Rinne entnommen, die er zuvor gegraben hatte. Der Nachweis gelang aus einer fast schon aus Verzweiflung geborenen Idee: Nachdem zwei Versuche scheiterten, Proben mit viel Eis in einen der acht Laboröfen der Sonde zu baggern, nahm man einfach reinen Boden. Überraschenderweise befand sich in dieser Probe auch ein bisschen Eis, erklärte Boynton, der den Einsatz des Ofens leitet.

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