Marssonde Schiaparelli: Hängepartie am Roten Planeten

Marssonde Schiaparelli
Hängepartie am Roten Planeten

Die Esa hat den Kontakt zu ihrer Marssonde verloren. „Schiaparelli“ sei zwar gelandet, sende aber kein Signal, heißt es. Kein gutes Zeichen für die Mission ExoMars, doch will man die Hoffnung noch nicht aufgeben.

BerlinDie Testsonde „Schiaparelli“ ist auf dem Mars gelandet, sendet aber kein Signal. Die Sonde habe den Boden des Roten Planeten berührt, sagte Thierry Blancquaert von der europäischen Weltraumagentur ESA in der Nacht zu Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Es sei unklar, ob die Sonde intakt sei oder nicht.

Möglicherweise habe „Schiaparelli“ einen Felsen oder einen Krater gerammt oder könne „einfach nicht kommunizieren“, sagte Blancquaert weiter.

Im Zuge der europäisch-russischen Mission ExoMars hatte sich „Schiaparelli“ am Sonntag nach siebenmonatiger Reise von der Atmosphärensonde TGO gelöst, mit der sie Huckepack zum Mars gereist war. Am Mittwochaend konnte die ESA zunächst einmal feiern, dass die TGO planmäßig in den Orbit des Roten Planeten eingetreten ist. Doch von „Schiaparelli“ gibt es nach wie vor kein Zeichen.

Laut Zeitplan sollte die knapp 600 Kilogramm schwere Sonde nach einem ruppigen Abstieg durch die Marsatmosphäre kurz vor 16.50 Uhr (MESZ) auf dem Roten Planeten landen.

Das Aufsetzen der Testsonde auf der Mars-Oberfläche ist eines der schwierigsten Raumfahrtmanöver überhaupt. Es war erwartet worden, dass es bis zur Bestätigung einer Landung mehrere Stunden dauern könnte.

Die Landung der Testsonde „Schiaparreli“ ist die Generalprobe für den ersten europäischen Rover, den die ESA in vier Jahren auf dem Mars absetzen will. Der erste europäische Versuch einer Mars-Landung war vor 13 Jahren missglückt: Im Dezember 2003 verschwand das in Großbritannien gebaute Mini-Landegerät "Beagle 2" spurlos, nachdem es sich planmäßig von der ESA-Sonde Mars Express gelöst und zur Landung angesetzt hatte.

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