Materialforschung
Neuer Kunststoff schützt Flugzeuge besser vor Blitzen

Leichtbau, Autoindustrie, Elektrotechnik – aus vielen Bereichen sind Kunststoffbauteile nicht mehr wegzudenken. Forscher vermischen die Kunststoffe jetzt raffiniert mit Kleinstpartikeln und verleihen ihnen so neue Eigenschaften. Flugzeuge könnten dank des innovativen Materials zukünftig besser vor Blitzeinschlägen geschützt werden.
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HB BREMEN. Pechschwarze Wolken ziehen am Horizont auf. Ein Flugzeug fliegt in das Gewitter hinein, als plötzlich ein greller Lichtstreifen den Himmel durchzuckt. Flugzeuge, die Schlechtwetterfronten passieren müssen, sind keine Seltenheit. Dabei lauert stets die Gefahr: Blitze. Zwar versuchen Flugzeughersteller, ihre Maschinen gegen Blitzeinschläge zu schützen, aber selbst an Flugzeugen aus Aluminium geht ein Einschlag nicht immer spurlos vorüber.

Noch problematischer wird es, wenn Polymerbauteile eingesetzt werden, um Gewicht zu sparen. Dazu gehören vor allem kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe (CFK). Diese leiten elektrischen Strom schlechter als Aluminium.

Am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) in Bremen haben Forscher nun ein Verfahren für die Herstellung neuer Werkstoffe entwickelt, um Flugzeuge besser vor Blitzeinschlägen zu schützen. Dabei setzen sie auf die einzigartigen Materialeigenschaften von Kohlenstoff-Nanoröhren, kurz CNTs (Carbon Nanotubes).

Die Nanobauteile zeichnen sich durch eine besonders hohe Festigkeit und elektrische Leitfähigkeit aus. Um diese Eigenschaften auf CFK zu übertragen, vermischen die Wissenschaftler die Nanopartikel mit dem Kunststoff. „Indem wir Kleinstpartikel in Kunststoffe einrühren, können wir die Materialeigenschaften des Materials enorm erweitern“, so Uwe Lommatzsch, Projektleiter am IFAM.

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