Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie
Infrarot-Laser spürt Hautkrebs auf

Ein neuartiger Infrarot-Laser soll Hautkrebs künftig schon in den ersten Anfängen zuverlässig erkennen.

HB BERLIN. „Wir sind in der Lage, den Übergang von gesundem zu krankem Gewebe exakt nachzuzeichnen“, berichtet Projekt-Leiter Dieter Leupold vom Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie in Berlin-Adlershof. Die Forscher verwenden dazu einen so genannten Femtosekundenlaser, der Infrarotlicht in ultrakurzen Impulsen abgibt.

„Dadurch wird der Hautfarbstoff Melanin angeregt und er zeigt ein sehr schwaches, aber charakteristisches Leuchten“, beschreibt Leupold. Diese typische Farbfluoreszenz gibt dann detailliert darüber Auskunft, in welchem Stadium der bösartigen Veränderung sich die untersuchte Hautfläche befindet. „Zur Untersuchung bräuchte es dann fast keinen Hautarzt mehr – theoretisch könnte man eine Art öffentliche Telefonzelle aufstellen, in der jeder seine Hautflecken selber überprüfen kann“, sagt der Forscher. Nach der klinischen Erprobung des handlichen Laser-Prototyps rechnet Leupold von 2007 an mit einer umfassenden klinischen Anwendung des neuen Verfahrens.

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