Forschung + Innovation
Max-Planck-Forschungspreis an zwei Astrophysiker

Für die Erforschung der mysteriösen „Dunklen Materie“ im Weltall erhalten zwei Astrophysiker den mit insgesamt 1,5 Mill. Euro dotierten Max-Planck-Forschungspreis 2005.

dpa BERLIN. Für die Erforschung der mysteriösen „Dunklen Materie“ im Weltall erhalten zwei Astrophysiker den mit insgesamt 1,5 Mill. Euro dotierten Max-Planck-Forschungspreis 2005. Der Heidelberger Teilchenphysiker Christof Wetterich und der amerikanische Radioastronom Christopher Carilli bekommen die Auszeichnung zu gleichen Teilen.

Dies teilten die Alexander-von-Humboldt-Stiftung (Bonn) und die Max-Planck-Gesellschaft (MPG/München) am Mittwoch in Berlin mit. Verliehen werden sollten die Preise am Abend von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD).

Seit einigen Jahren verdichten sich experimentelle Hinweise, dass eine unbekannte „dunkle Energie“ den Kosmos immer schneller aufbläht. Das Verständnis dieses Phänomens lässt Rückschlüsse auf Ursprung und Zukunft des Weltalls erwarten. Während Carilli mit Radioteleskopen die Spuren der am weitesten entfernten Galaxien aus der Frühzeit des Universums beobachtet, gilt Wetterich als herausragender Experte für die Zusammenarbeit zwischen theoretischer Physik, Beobachtung und Simulationen.

„Neue Erkenntnisse in der astrophysikalischen Forschung entstehen durch die enge Kooperation von beachtender Radioastronomie und theoretischer Teilchenphysik“, sagte MPG-Präsident Prof. Peter Gruss. „Das Universum erscheint wie ein Eisberg, von dem wir nur die Spitze aus dem Wasser ragen sehen“, sagte Prof. Wolfgang Frühwald von der Humboldt-Stiftung. Die Arbeit der Preisträger werde die Menschen diesem Verständnis jedoch entscheidende Schritte näher bringen.

Der Max-Planck-Forschungspreis wird von der Humboldt-Stiftung und der MPG jährlich an einen in Deutschland sowie einen im Ausland tätigen Forscher vergeben und vom Bundesforschungsministerium finanziert.

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