Forschung + Innovation
Max-Planck-Kamera misst Helligkeitszunahme auf "Tempel 1"

Die beim Einschlag auf den Kometen Tempel 1 entstandene halbkreisförmige Staubwolke hat am Mittwochmorgen einen Durchmesser von rund 30 000 Kilometern erreicht.

dpa KATLENBURG-LINDAU. Die beim Einschlag auf den Kometen Tempel 1 entstandene halbkreisförmige Staubwolke hat am Mittwochmorgen einen Durchmesser von rund 30 000 Kilometern erreicht.

Die Teilchen flögen weiterhin mit einer Geschwindigkeit von rund 500 Kilometer pro Stunde vom Einschlagpunkt weg, erläuterte Michael Küppers vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau (Niedersachsen).

Die Staubteilchen verdampfen laut Küppers nicht. Das lasse sich aus Helligkeitsmessungen mit einer Spezialkamera herauslesen. Eine halbe Stunde nach dem Einschlag habe sich die Helligkeit in einem Messfeld von 1 500 mal 1 500 Kilometern um das Siebenfache erhöht. Die Wolke habe sich zwar unterdessen ausgedehnt, die Gesamtmenge der Strahlung, die von den Teilchen reflektiert werde, sei aber unverändert.

Die Osiris genannte Kamera fliegt mit der europäischen Raumsonde Rosetta durchs All. Ein Projektil der Nasa-Raumsonde „Deep Impact“ war am Montag planmäßig in den Kometen Tempel 1 eingeschlagen.

Der niedersächsische Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) gratulierte den Max-Planck-Forschern zu dem „herausragenden Erfolg“. Das MPS zeige damit erneut, dass es zur „Spitze in der Weltelite von Raumfahrt und Astronomie“ gehöre.

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