Medien
Hirnforscher warnt Kinder vor zu viel Fernsehen

Für Kinder und Jugendliche ist nach Ansicht des Hirnforschers Prof. Lutz Jäncke beim Fernsehen Vorsicht angebracht. Der TV-Konsum könne negative Folgen haben.

dpa WIESBADEN. Für Kinder und Jugendliche ist nach Ansicht des Hirnforschers Prof. Lutz Jäncke beim Fernsehen Vorsicht angebracht. Der TV-Konsum könne negative Folgen haben.

„Ich bin nicht gegen das Fernsehen, aber es besteht eine gewisse Gefahr“, sagte der Züricher Psychologie-Professor am Montag in Wiesbaden beim Forum der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF). Es gebe einen direkten Zusammenhang zwischen der Anzahl der Fernsehstunden und den Schulleistungen. Je höher der Fernsehkonsum sei, desto schlechter würden die Schulabschlüsse.

Daneben bestehe für Kinder und Jugendliche ein Suchtrisiko. Denn die unter anderem für Selbstdisziplin und -kontrolle relevante Gehirnstruktur (Frontalkortex) brauche bis zur Reife am längsten; abgeschlossen sei sie erst im 20. Lebensjahr. Forscher hätten zudem nachgewiesen, dass etwa beim oberflächlichen Fernsehen diese wichtige Gehirnstruktur nicht aktiviert werde. Selbstdisziplin ist Jäncke zufolge für gute Leistungen wichtiger als Intelligenz.

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