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Mediziner: 7 000 Kinder werden mit Herzfehler geboren

In Deutschland werden nach Angaben von Ärzten jährlich rund 7 000 Kinder mit einem Herzfehler geboren.

dpa WEIMAR. In Deutschland werden nach Angaben von Ärzten jährlich rund 7 000 Kinder mit einem Herzfehler geboren. „In etwa der Hälfte der Fälle ist eine Behandlung oder eine Operation notwendig“, sagte der Kinderkardiologe Lutz Grävinghoff vom Deutschen Kinderherzzentrum (Dkhz) in Sankt Augustin in einem dpa-Gespräch.

Grävinghoff leitet die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Kardiologie, zu der sich von Samstag bis Dienstag in Weimar rund 400 Mediziner treffen.

„Heutzutage werden Herzfehler bei Kindern meist sehr frühzeitig erkannt“, sagte Grävinghoff. Viele würden bei den obligatorischen Vorsorgeuntersuchungen für Kinder entdeckt. Die frühzeitige Diagnostik sowie verbesserte Behandlungsmöglichkeiten hätten die Überlebensrate herzkranker Kinder deutlich erhöht und deren Lebensqualität verbessert.

Anzeichen für einen Herzfehler bei Kindern seien unter anderem eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit und häufige auffällige Erschöpfung. Bei Säuglingen könnten auch sehr starkes Schwitzen und eine gehetzte Atmung auf einen Herzfehler hindeuten.

Häufigste angeborene Fehlbildung ist Grävinghoff zufolge ein Loch in der muskulären Trennwand zwischen den beiden Pumpkammern des Herzens. Schwerwiegend seien solche Fehlbildungen, bei denen die Blutzirkulation so gestört sei, dass der Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werde. Mit modernen operativen Verfahren könnten solche Fehlbildungen behoben werden.

Bei angeborenen Herzfehlern spielt nach Angaben des Experten meist Vererbung eine Rolle. „Dabei können unterschiedliche Herzfehler ein und dieselbe genetische Ursache haben“, sagte er. Begünstigt würden Herzfehler durch äußere Faktoren, etwa Rauchen oder Medikamenteinnahme der Mütter während der Schwangerschaft.

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