Mediziner erhoffen sich neue Wege für Behandlungen
Forscher entdecken Gen für Langzeitgedächtnis

Forscher der Universität Zürich sind dem Langzeitgedächtnis des Menschen auf die Spur gekommen. Demnach hängt dieses mit dem Prion-Gen zusammen, das bisher in erster Linie mit dem Rinderwahn und der Jakob-Creutzfeldt-Krankheit in Verbindung gebracht wurde, berichtet die Universität Zürich.

HB DÜSSELDORF. Das Forscherteam um Andreas Papassotiropoulos und Dominique de Quervain konnte zeigen, dass das Prion-Gen mit dem Langzeit-Gedächtnis eng zusammenhängt. Beim gesunden Menschen kommt das Gen in zwei verschiedenen Varianten vor: Jene, die die 129-Met-Variante in sich tragen, zeigen eindeutig bessere Langzeit-Gedächtnisleistungen als jene, die die 129-Val-Variante besitzen.

„Damit Informationen vom Kurzzeitgedächtnis in den Langzeitspeicher gelangen können, müssen stabile Verbindungen zwischen den Nervenzellen gebildet werden. Genau diesen Prozess könnten Proteine, die Prion-ähnliche Struktur annehmen können, unterstützen“, sagte de Quervain.

Die Erkenntnisse, die die Forscher gewonnen haben, sollen zum besseren Verständnis der Funktionsweise des menschlichen Gedächtnisses beitragen. In Zukunft könnten auch neue Wege zur Behandlung von Gedächtnis-Störungen ermöglicht werden.

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