Forschung + Innovation
Mediziner stoppen Querschnittslähmung bei Mäusen

Australische Forscher haben einen Ansatz zur Heilung von Querschnittslähmung vorgestellt. Sie entfernten bei Mäusen mit zerstörtem Rückenmark ein Molekül, das normalerweise zur Vernarbung von Nervengewebe führt.

dpa MELBOURNE. Australische Forscher haben einen Ansatz zur Heilung von Querschnittslähmung vorgestellt. Sie entfernten bei Mäusen mit zerstörtem Rückenmark ein Molekül, das normalerweise zur Vernarbung von Nervengewebe führt.

Die so behandelten Tiere konnten nach Auskunft der Universität Melbourne innerhalb eines Monats bereits Beine, Knöchel und Zehen wieder bewegen und später die Gelenke auch wieder belasten. Ihre Fähigkeit zu gehen und zu klettern habe sich im Laufe von drei Monaten ständig verbessert, berichtete die Universität am Montag. Bis zum Versuch am Menschen wird es nach Angaben australischer Medien aber noch fünf bis zehn Jahre dauern.

Das Team um Prof. Mary Galea und Ann Turnley hatte das Molekül Epha4 entfernt. Dieses fördert nach Angaben der Forscherinnen die Narbenbildung nach der Zerstörung von Nervenzellen und hemmt damit die Nervenneubildung. Die Therapie müsse daher möglichst bald nach einem Unfall beginnen. Nach Entfernung von Epha4 seien die Rückenmarkszellen deutlich gewachsen.

Die Arbeit soll am Mittwoch im „Journal of Neuroscience“ veröffentlicht werden. Bislang war nur bekannt, dass Epha4 eine Rolle bei der Nervenentwicklung spielt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%