Messgerät „Charm“: Laser entdeckt Lecks in einer Gaspipeline

Messgerät „Charm“
Laser entdeckt Lecks in einer Gaspipeline

Ein neues Lasersystem erkennt aus der Luft Lecks in Gasleitungen. Das mobile Messgerät „Charm“ (CH4 Airborne Remote Monitor) wurde von der Teltower Firma Adlares GmbH gemeinsam mit der Ruhrgas AG und dem Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrttechnik DLR entwickelt, um mit Hubschraubern schnell und sicher Schäden in Erdgaspipelines ausspähen zu können.

HB/clo TELTOW. Üblich sind derzeit noch Begehungen von Gasleitungen, um etwaige Leckagen aufzuspüren. Das dauert lange und ist recht teuer. Statt sich mit ein bis zwei Stundenkilometern zu Fuß fortzubewegen, schafft ein Helikopter 100 km/h.

Die neue Erkennungstechnik hat jedoch noch weitere Vorteile: „Das Feld wird im Radius von 18 Metern rund um die Leitung erfasst, was wichtig ist, da das Gas auch versetzt austreten kann“, sagt Matthias Ulbricht, Geschäftsführer der Adlares GmbH. Außerdem können auch kleine Mengen des ausströmenden Gases von 50 Litern pro Stunde nachgewiesen werden.

Das System funktioniert wie ein optisches Radar. Es wird ein infraroter Laserimpuls ausgesandt. Wenn dieser auf den Boden trifft, wird das Laserlicht in alle Richtungen gestreut. Ein kleiner Teil des Lichts wird in Richtung des Messsystems zurückgestreut, wo es ein empfindlicher Detektor erfasst.

Das Messsystem hat eine Reihe von Flugtests erfolgreich bestanden und soll in diesem Jahr auf den Markt kommen. Der Preis dafür dürfte die Millionen-Euro-Schwelle überschreiten. Ulbricht zielt darauf, das Gerät zu einem wesentlichen Überwachungsinstrument für Gastransporteure weltweit zu machen. Besonders interessant sei der US-Markt.

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