Messtechnik
Mobiler Schnüffler

Mit dem neuartigen Infrarot-Spektrometer für den mobilen Einsatz können Polizisten außerhalb des Labors Stoffe analysieren. Das Gerät ist nur so groß wie eine Seifenschachtel, und zudem noch relativ billig. Einsatzgebiete: Rauschgiftfahndung, Luftüberwachung oder Lebensmittelproduktion.
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DÜSSELDORF. Rauschgiftrazzia der Polizei: Die Beamten finden weißes Pulver. Doch handelt es sich wirklich um Heroin oder Kokain? Die berühmte Geschmacksprobe, bekannt aus Kriminalfilmen, hilft nicht wirklich weiter. Erst aufwendige Untersuchungen im Labor brachten bislang Aufschluss über die Zusammensetzung der Substanzen.

Wesentlich schneller geht es mit einem neuartigen Infrarot-Spektrometer für den mobilen Einsatz. Das gerade einmal seifenschachtelgroße Gerät erkennt die Zusammensetzung von festen Proben an der charakteristischen Lichtreflexion, die von Flüssigkeiten und Gasen am Grad der Lichtdurchlässigkeit.

"Es kostet mit rund 6000 bis 7000 Euro nur ein Viertel herkömmlicher Geräte, die groß wie ein Reisekoffer sind", sagt Thomas Otto, Forscher am Chemnitzer Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration. Das IZM hat das tragbare Spektrometer mit der TU Chemnitz und der Colour Control Farbmesstechnik entwickelt. Helfen kann es nicht nur bei der Rauschgiftfahndung. Einsatzmöglichkeiten gäbe es auch in der Luftüberwachung oder der Lebensmittelproduktion.

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