Microsoft-Mitbegründer Paul Allen unterstützt Projekt mit 20 Millionen Dollar
Spaceshipone gewinnt 10 Millionen Dollar

Das privat finanzierte Raumschiff „Spaceshipone“ hat das Rennen um den "Ansari X-Prize" und 10 Millionen Dollar gewonnen. Nachdem dem erfolgreichen Flug vergangenen Mittwoch glückte auch heute der alles entscheidende zweite Flug.

HB WASHINGTON. Pilot Brian Binnie habe eine Höhe von mehr als 100 Kilometern erreicht, berichtete der US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf Radar-Messungen. Der „Ansari X-Prize“, der derzeit wichtigste private Preis in der Raumfahrtindustrie, wird jenen Pionieren verliehen, die innerhalb von zwei Wochen mit dem selben Raumflugzeug mehr als 100 Kilometer hoch bis an den Rand des Weltalls fliegen.

Der Pilot der "Spaceshipone, Brian Binnie, wollte an Bord des ersten privat finanzierten Raumflugzeuges bis in eine Höhe von mehr als 100 Kilometer an den Rand des Weltalls fliegen. Dort fühlte der 51-Jährige dann mehr als drei Minuten lang die Schwerelosigkeit, bevor er zur Erde zurückgleitet. Der gesamte Flug dauerte rund 90 Minuten.

Trotz des Erfolges in der vergangenen Woche wechselte das „Spaceshipone“-Team für den entscheidenden Flug den Piloten aus. Heute übernahm Testpilot Brian Binnie in der kalifornischen Mojave- Wüste das Kommando. Der 51-Jährige war der erste Pilot, der mit einem privat finanzierten Flugzeug am 17. Dezember vergangenen Jahres Überschallgeschwindigkeit erreichte.

Hinter dem Projekt „Spaceshipone“ stehen der Luftfahrtpionier Burt Rutan und der Milliardär und Microsoft-Mitbegründer Paul Allen. Allen hat das Projekt mit mehr als 20 Millionen Dollar unterstützt. Beiden Männern schwebt vor, innerhalb von zehn Jahren privaten Touristen den Flug bis an den Rand des Alls zum Preis einer Luxuskreuzfahrt anzubieten.

Um den 1996 ausgelobten „Ansari X-Prize“ bewarben sich 26 Teams aus sieben Ländern. Die privaten Stifter wollten mit dem Preis den Weltraumtourismus und die kommerzielle Nutzung des Alls fördern. Außer „Spaceshipone“ ist es bislang keinem Team gelungen, bei Tests die kritische 100-Kilometer-Schwelle zu überwinden. Das kanadische „Da-Vinci-Project-Team“ aus Toronto, das lange Zeit als der härteste Herausforderer der Kalifornier galt, musste den ursprünglich für Samstag geplanten ersten Rekordflugversuch verschieben.

Hätte kein Team bis zum Jahresende den Preis gewinnen, wäre das Preisgeld verloren gegangen. Die private Stiftung hatte nach US- Medienberichten für die zehn Millionen Dollar eine Police bei einer Versicherung abgeschlossen. Danach muss die Versicherung zahlen, falls ein Team den Rekord schafft. Spaceshipone hat es nun geschafft.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%