Miele nimmt neue Produktionsanlage für Geschirrspülmaschinen in Betrieb
Sensoren optimieren Wasserverbrauch

Mit mehr Bedienkomfort und sparsameren Geräten wollen die Haushaltsgerätehersteller das umkämpfte Geschäft mit Geschirrspülmaschinen forcieren. Der Hintergrund: Während etwa der Markt für Waschmaschinen gesättigt ist, gibt es bei den Spülmaschinen noch Nachholbedarf.

DÜSSELDORF. Gerade einmal 58 Prozent aller deutschen Haushalte seien mit einem Gerät ausgestattet, heißt es bei Miele – europaweit liege der Wert sogar bei unter 50 Prozent.

Das Bielefelder Unternehmen hat gestern eine 60 Millionen Euro teure neue Spülmaschinenproduktion offiziell in Betrieb genommen. Sie soll deutlich verbesserte Geräte ermöglichen und so die Position des Unternehmens im hochpreisigen Segment gegen Wettbewerber wie Electrolux oder Bosch-Siemens verteidigen. „Durch eine innovative Formgebung und Technik benötigen unsere neuen Modelle weniger Wasser und weniger Energie“, sagt Reinhard Zinkann, geschäftsführender Gesellschafter von Miele. Grundlage für diese Verbesserungen sei vor allem ein neues patentiertes Umformungsverfahren, das mehr Stabilität und eine effizientere Gestaltung des Innenraums ermögliche.

Der Wasserverbrauch ist eines der Hauptverkaufsargumente der Hersteller. „Wir kommen bei unseren Spitzenmodellen mittlerweile mit zehn Litern Wasser aus“, sagt Zinkann. „Ein Wert, der am Markt bislang unübertroffen ist.“ Erreicht wird dies durch das „Wechselspülen“, das Miele jetzt erstmalig einsetze. Dabei wird das Wasser im Wechsel entweder durch den mittleren oder den unteren und oberen Spülarm geleitet. Zudem senkt ausgefeilte Elektronik den Wasserverbrauch. Sensoren messen beispielsweise mit Hilfe eines Lichtstrahls die Wassertrübung. So wird die Wassermenge automatisch der tatsächlichen Verschmutzung des Spülwassers angepasst. Die neuen Modelle verfügen nach Angaben von Miele auch über eine Beladungserkennung. Diese ermittelt, wie viel Wasser benötigt wird, um bei unterschiedlichen Geschirrmengen alle Teile in der Maschine zu benetzen.

Der Trend zu mehr Elektronik ist auch bei anderen Herstellern zu beobachten. Der Weltmarktführer für Hausgeräte Electrolux beispielsweise nutzt die Elektronik vor allem, um die Programmvielfalt zu reduzieren und damit die Bedienung zu erleichtern. „Das Gerät wählt selbstständig das richtige Programm“, sagt Franz-Josef Wipperfürth, Leiter der Entwicklung Geschirrspüler bei Electrolux. Es werde jedoch noch mindestens drei bis fünf Jahre dauern, bis der Spüler die Dosierung und Programmdauer von alleine einstellt.

Allerdings setzten die Verbraucher diesem Trend auch Grenzen. „Das Ziel des Technikers ist die Ein-Knopf-Automatik, der Kunde will aber weiter die Wahl haben“, sagt Wipperfürth.

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