Mikroskop beflügelt die Medizinforschung
Laserlicht lässt Zellen fliegen

Laserstrahlen sind bevorzugte Werkzeuge der biomedizinischen Forschung. Sie dringen berührungslos in die Zelle ein und mit ihnen können Lebensvorgänge untersucht werden, ohne die Zelle selbst zu schädigen.

DÜSSELDORF. Ein fokussierter Laserstrahl kann zudem wie von Geisterhand einzelne Zellen oder kleine Zellareale aus einer Gewebeprobe schneiden, diese mit der Kraft des gebündelten Lichtes separieren und zielgenau in ein Probengefäß transportieren. Mikrostrahlsysteme und die Optische Pinzette sind als Werkzeuge zwar bereits seit 1990 bekannt, den Durchbruch hat aber erst die von Karin und Raimund Schütze entwickelte Technik gebracht, die unter der Abkürzung LMPC (Laser Microdissection and Pressure Catapulting) patentiert wurde.

Das Verfahren hat die Bearbeitung biologischer Proben so weit verfeinert, dass damit homogene Zellproben kontaminationsfrei gewonnen werden können. Damit war es erstmals möglich, molekularbiologische Ergebnisse auf Basis einzelner Zellen ihrer Funktion zuzuordnen. Das Mikroskop war eigentlich ursprünglich ein reines Beobachtungs- oder Analysesystem. „Wir haben es mit unserer Technologie zu einem Mikropräzisionswerkzeug entwickelt, das nicht nur sichtbar macht, sondern den Forschern Objekte zur Untersuchung bereitstellt“, erläutert Karin Schütze die Bedeutung ihrer Innovation.

Solche berührungslosen Präparationsverfahren für einzelne Zellen haben für die Biomedizin eine große Bedeutung gewonnen. Molekulare Ursachen für Prozesse in der Zelle lassen sich nur dann erkennen, wenn die Proben, die untersucht werden, rein sind. Das heißt, sie dürfen nicht aus einer Mischung von gesunden und kranken Zellen bestehen. Nur mit reinem Probenmaterial lassen sich aussagekräftige Diagnosen erstellen, da die Ergebnisse nur so sicher zugeordnet werden können.

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