Forschung + Innovation
Mineralien in Limo könnten Zähne schonen

Limonaden greifen nach Experimenten eines deutsch-britischen Forscherteams die Zähne weniger an, wenn ihnen Mineralien zugesetzt werden. Säurehaltige Getränke wie Cola oder Zitrusbrause sollten demnach beispielsweise mit Kalzium oder Phosphat angereichert werden.

dpa JENA/BRISTOL. Limonaden greifen nach Experimenten eines deutsch-britischen Forscherteams die Zähne weniger an, wenn ihnen Mineralien zugesetzt werden. Säurehaltige Getränke wie Cola oder Zitrusbrause sollten demnach beispielsweise mit Kalzium oder Phosphat angereichert werden.

Das beobachteten die Materialwissenschaftler der Universitäten Jena und Bristol bei Versuchen mit 120 Zahnproben. Sie berichten darüber in der Januar-Ausgabe des Fachblatts „Journal of Oral Rehabilitation“ (Bd. 32, S. 16).

Sowohl überzuckerte als auch säurehaltige Getränke könnten schon bei Kleinkindern die Gesundheit der Milchzähne gefährden, hatte auch die Bundeszahnärztekammer kürzlich gewarnt. Bei vielen Jugendlichen seien Zahnschäden auf „exzessives Trinken“ von Getränken wie Eistee, Cola und Brause zurückzuführen.

Die Wissenschaftler untersuchten die Wirkung von Mineralwasser sowie eines säurehaltigen Zitrusgetränkes in zwei Versionen: mit und ohne Kalzium und Phosphat. Das Mineralwasser habe den Zahnschmelz erwartungsgemäß nicht angegriffen, berichten sie. Beide säurehaltigen Zitrusgetränke erweichten die Zahn-Schutzschicht. Das Getränk mit Kalzium und Phosphat schädigte den Schmelz aber nur halb so schnell wie das handelsübliche Zitrusgetränk ohne Mineralien.

„Wenn schon auf Säuren in Getränken nicht vollständig verzichtet werden kann, so wäre dies ein neuer Ansatz, der Zahnschmelzerosion entgegenzusteuern“, schlussfolgern die Materialwissenschaftler.

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