Mission Rosetta

Das lange Warten auf den Anruf vom Kometen

Auch wenn nicht alles glatt lief bei der Landung des Mini-Raumschiffs Philae, der Besuch beim Kometen Tschuri war dennoch ein großer Erfolg. Forscher hoffen jetzt sogar auf eine Fortsetzung der Mission.
Die Illustration des Deutsche Zentrums für Luft- und Raumfahrt zeigt Philae unterhalb der Raumsonde Rosetta auf seinem Weg zur Kometenoberfläche. Quelle: dpa
Raumsonde Rosetta

Die Illustration des Deutsche Zentrums für Luft- und Raumfahrt zeigt Philae unterhalb der Raumsonde Rosetta auf seinem Weg zur Kometenoberfläche.

(Foto: dpa)

Wird Philae noch einmal „nach Hause telefonieren“, bevor die kleine Landesonde auf dem Kometen Tschuri erfriert? Nur noch bis Anfang 2016 dürfen die Wissenschaftler der Kometenmission Rosetta hoffen, dass ihr Lander ein erneutes Lebenszeichen sendet.

Danach wird die Eiseskälte des Kometen ein Kapitel Raumfahrtgeschichte beenden, das vor einem Jahr mit der umjubelten Philae-Landung begann. Immerhin: Philae-Projektleiter Stephan Ulamec schätzte jüngst die Chancen auf einen letzten Kontakt mit dem Landeroboter auf „50 zu 50“.

Großes Finale für Kometenjäger Rosetta
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5. März 2005

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6. August 2014

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Für Ulamec vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und die gesamte europäische Weltraumforschung war der 12. November 2014 ein historisches Datum: Mehr als eine halbe Milliarde Kilometer von der Erde entfernt setzte mit Philae an jenem Mittwoch erstmals ein von Menschen geschaffenes Gerät weich auf einem Kometen auf.

Um 10.03 Uhr dockte das kühlschrankgroße Landegerät planmäßig von seiner Muttersonde Rosetta ab, die gut drei Monate zuvor in eine Umlaufbahn um den Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko eingeschwenkt war.

Es dauerte sieben Stunden, bis Philae auf die Oberfläche des Tschuri genannten Kometen herabgesunken war. Um 17.03 Uhr brandete Beifall im Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumagentur ESA in Darmstadt auf. „Der Lander ist auf der Oberfläche“, jubelte Rosetta-Flugdirektor Andrea Accomazzo.

Was er damals nicht wissen konnte: Philae hatte die Oberfläche von Tschuri nur kurz berührt, ohne dass die Harpune, die eigentlich zur Verankerung des Landers dienen sollte, auslöste. Da das Sicherungssystem bei der Landung nicht funktionierte, wurde die Sonde ins All zurückgestoßen.

Grund für dieses Zurückprallen war die verschwindend geringe Schwerkraft auf Tschuri: Die auf der Erde 100 Kilo wiegende Landesonde brachte auf dem kleinen Kometen gerade mal ein Gramm auf die Waage. Erst nach mehreren Hüpfern kam Philae schließlich zum Stehen –  ein gehöriges Stück vom ursprünglich anvisierten Landeplatz entfernt.

Am Ende vereint
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