Mission Stardust

Forscher finden Staub aus den Tiefen des Alls

Die Raumsonde Stardust hat von ihrer Mission im Jahr 2006 offenbar Staubpartikel zur Erde gebracht, die aus dem interstellaren Raum stammen. Beim Aufspüren der Körnchen halfen den Forschern Helfer aus aller Welt.
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Die Illustration zeigt die Nasa-Sonde Stardust beim Erreichen des Kometen Wild 2. 2006 brachte die Sonde Staubproben aus dem All zur Erde. Quelle: dpa

Die Illustration zeigt die Nasa-Sonde Stardust beim Erreichen des Kometen Wild 2. 2006 brachte die Sonde Staubproben aus dem All zur Erde.

(Foto: dpa)

Berkeley/MainzErstmals haben Forscher Staubteilchen untersucht, die vermutlich aus dem interstellaren Raum stammen. Die Analyse der insgesamt sieben Partikel zeigt, dass der Staub außerhalb unseres Sonnensystems vielfältiger ist als bisher angenommen. Das berichtet das internationale Team um Andrew Westphal von der University of California in Berkeley in der Fachzeitschrift „Science“.

„Es ist das erste Mal, dass wir neuzeitlichen interstellaren Staub auf der Erde untersuchen konnten“, sagt Koautor Peter Hoppe vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz. Die Proben hatte die 1999 gestartete Sonde Stardust 2006 zur Erde gebracht. Sie sollte zusätzlich auch Staub des Kometen Wild 2 sammeln.

Nasa testet fliegende Untertasse
Low-Density Supersonic Decelerator (LDSD) der NASA vor Test
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Die US-Weltraumbehörde Nasa hat zur Vorbereitung künftiger Mars-Landungen eine Art fliegende Untertasse getestet. Trotz Problemen bei der Landung zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden mit dem Test.

huGO-BildID: 37857654 This image taken from video provided by NASA shows the launch of the high-altitude balloon carrying this saucer-shaped vehicle
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Der Low-Density Supersonic Decelerator (LDSD), der die Form einer fliegenden Untertasse hat, stieg am Samstag um 20.40 Uhr (MESZ) von einem Militärstützpunkt auf der US-Pazifikinsel Hawaii mit einem Ballon von der Größe eines Fußballfelds auf, der es in zweieinhalb Stunden auf eine Höhe von 36.000 Metern brachte.

huGO-BildID: 37857948 This image taken from video provided by NASA shows the launch of the high-altitude balloon carrying a saucer-shaped vehicle for
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Dort wurde das Gerät ausgeklinkt, so dass es sich mit Hilfe seines Raketenantriebs in eine Höhe von 54.900 Metern katapultieren konnte.

huGO-BildID: 37850468 This image provided by NASA shows the launch of the high-altitude balloon carrying a saucer-shaped vehicle for NASA, to test te
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Während die Aufstiegsphase zur Zufriedenheit der Nasa-Wissenschaftler ausfiel, gab es bei der Rückkehr des LDSD zur Erde eine Panne. Zwar gelang es zunächst, das LDSD mit einem aufblasbaren Ring auf 2,5-fache Schallgeschwindigkeit zu bremsen...

NASA's Low-Density Supersonic Decelerator Lifts Off
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...doch ein 36 Meter breiter Fallschirm, mit dem der Flugkörper bei der Rückkehr auf die Erde weiter gebremst werden sollte, entfaltete sich nicht vollständig. Die Folge: Anstatt dass das LDSD sanft auf dem Pazifischen Ozean landete, stürzte das Gefährt mit hoher Geschwindigkeit ins Wasser.

Low-Density Supersonic Decelerator (LDSD) der NASA vor Test
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Das Bodenteam hatte schon vor Beginn des Experiments gesagt, es werde eine große Leistung sein, wenn es gelänge, den Supersonic Decelerator auf die gewünschte Höhe zu bringen. Und so zeigten sich die Verantwortlichen trotz des Problems mit dem Fallschirm zufrieden mit dem Verlauf des 150 Millionen Dollar teuren Tests, dem noch zwei weitere Folgen sollen.

LDSD's Rocket-powered Test Vehicle
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Die Nasa arbeitet an der neuen Landetechnologie, weil sie künftig größere Lasten auf den Planeten Mars transportieren möchte. Mit der bisherigen Landetechnik ist das nicht möglich.

Mehr Informationen zur Funktionsweise des LDSD finden Sie hier.

Dazu trug sie auf der Oberseite einen Partikelsammler in Form eines Tennisschläger-großen runden Gitters. Die Streben des Gitters waren mit Aluminiumfolie umwickelt, in den Zwischenräumen befand sich ein spezieller Glasschaum.

Bislang fanden die Forscher vier Partikel in der Alufolie und drei im Glasschaum. Überraschend sei, dass drei der sieben Körnchen Schwefel enthielten, schreiben die 66 Forscher. Das war zuvor von manchen Astronomen bezweifelt worden. Auch seien die meisten Partikel leichter als erwartet.

Die beiden größten Teilchen enthielten außerdem das kristalline Mineral Olivin, ein Magnesium-Eisen-Silikat. Das könne bedeuten, „dass diese Partikel von einer Scheibe um andere Sterne stammen und im interstellaren Raum verändert wurden“, sagt Westphal.

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