Mit einem Tag Verzögerung
US-Raumfähre „Atlantis“ sicher gelandet

Die amerikanische Raumfähre „Atlantis“ ist nach ihrem zwölf Tage langen Einsatz im Weltraum wieder sicher zur Erde zurückkehrt.

HB CAPE CANAVERAL. Ursprünglich hatte das Shuttle bereits am Mittwoch landen sollen. Doch schlechtes Wetter im Landegebiet und ein kleines, nicht genau zu identifizierendes Flugteil im Umfeld der „Atlantis“ führten zu der Verschiebung.

Das unbekannte Flugobjekt weckte Sorge, dass sich Teile des Hitzeschildes gelöst haben könnten. Dies hatte vor drei Jahren zur „Columbia“-Katastrophe geführt. Die Raumfähre war damals beim Wiedereintritt in die Atmosphäre auseinandergebrochen. Alle sieben Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben.

Nach einer erneuten Untersuchung am Mittwoch gab die Nasa grünes Licht für den Landeanflug. Es seien keine Schäden am Hitzeschild festgestellt worden. Nasa-Ingenieure vermuteten, dass es sich bei dem unbekannten Teil um einen Abstandshalter aus Plastik handelt, der zwischen den Kacheln des Hitzeschilds vergessen worden war.

Die „Atlantis“ hatte Bauteile zur Internationalen Raumstation ISS gebracht. Die sechsköpfige Besatzung hatte mehrere Außeneinsätze absolviert und dabei unter anderem neue Sonnensegel installiert.

Die „Atlantis“ soll nach den Worten von Shuttle-Programmdirektor Wayne Hale das nächste Mal im Februar 2007 zur ISS fliegen. Zuvor wird die Raumfähre „Discovery“ Mitte Dezember den deutschen Astronauten Thomas Reiter von der Raumstation abholen. Die „Discovery“-Crew wird außerdem das gesamte Kabelsystem auf der ISS auf Vordermann bringen.

Nach den Worten von Hale sind sechs Shuttle-Flüge in schneller Reihenfolge und ohne große Probleme nötig, um wichtige Komponenten wie das europäische Raumlabor „Columbus“ an der ISS anzudocken. „Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, die Raumstation in der vorgesehenen Zeit auszubauen“, sagte Hale.

Die ISS soll im Jahr 2010 ihre endgültige Größe erreicht haben. Nach 14 weiteren Flügen zur ISS sowie einem Wartungsflug zum alternden Weltraumteleskop „Hubble“ werden die Space-Shuttle ausgemustert. Die NASA will sich danach auf Flüge zum Mond und später zum Nachbarplaneten Mars konzentrieren.

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