Mit Hochdruck wird an Lösung gearbeitet
„Discovery“ angeblich kaum beschädigt

Der Jubel nach der Landung der US-Raumfähre „Discovery“ am Dienstag ist langsam verhallt. Nun richtet die Nasa ihren Blick auf die nächste angestrebte Shuttle-Mission. Ersten Untersuchungen zufolge wurde die „Discovery“ zumindest bei ihrem jüngsten Flug kaum beschädigt.

HB LOS ANGELES/WASHINGTON. Die Ingenieure müssten das Shuttle aber noch genauer nach defekten Stellen überprüfen, teilte die Raumfahrtbehörde Nasa am Mittwoch im kalifornischen Luftwaffenstützpunkt Edwards mit. Dort war die „Discovery“ am Dienstag nach zwei Wochen im All gelandet. Experten hatten den ganzen Flug über gebangt, der Hitzeschild des Shuttles könnte durch herabfallende Teile beim Start ernsthaft beschädigt worden sein. Deshalb musste die Besatzung sogar im All eine defekte Stelle ausbessern.

Möglicherweise noch in dieser Woche wollte die US-Raumfahrtbehörde zudem erste Ergebnisse einer Untersuchung darüber bekannt geben, warum während des Starts der „Discovery“ mindestens vier Stücke Isolierschaumstoff vom Außentank der Raumfähre abgebrochen waren. Von der Ursache beziehungsweise den etwaigen nötigen Gegenmaßnahmen hängt es ab, wann das nächste Shuttle - die „Atlantis“ mit dem Deutschen Thomas Reiter an Bord - zur Internationalen Raumstation ISS fliegen wird.

Die Nasa hatte auf einen Starttermin am 22. September gehofft, aber das dürfte schon deshalb nicht klappen, weil die „Discovery“ am Dienstag wegen schlechten Wetters nicht in Florida, sondern in Kalifornien gelandet war. Sie muss nun erst an ihren Startort auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral zurückgebracht und dann gewartet werden, um nach einem „Atlantis“-Start für einen etwaigen Rettungseinsatz bereit zu stehen. In sieben bis zehn Tagen soll der Rücktransport auf dem Rücken eines Boeing-747-Flugzeuges erfolgen.

Die Landung im US-Westen führte auch dazu, dass die siebenköpfige „Discovery“-Crew erst am Mittwoch ein Wiedersehen mit ihren Angehörigen feiern konnte, die in Florida auf das Wiedersehen gewartet hatten. Nun mussten die Heimkehrer und ihre Familien in die Nasa-Bodenzentrale in Houston (Texas) geflogen werden, wo dann endlich die Sektkorken knallen sollten.

Beim Start abgeplatzter Schaumstoff hatte schon vor zweieinhalb Jahren die „Columbia“ so schwer beschädigt, dass sie beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinander brach. Nach Medienberichten könnte das Abplatzen von Schaum beim Abheben der „Discovery“ im Zusammenhang mit Reparaturarbeiten stehen, die noch während der Produktion am Außentank durchgeführt worden waren. Das wäre für die Nasa eine Erleichterung, weil sie dann nicht von einem ähnlichen Risiko für die „Atlantis“ ausgehen müsste.

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