Mobile Dolmetscher
"Stadion – you understand?“

Ein Jahr vor Beginn der Olympischen Spiele laufen die Vorbereitungen in Peking auf Hochtouren. In Deutschland arbeiten derweil Programmierer daran, den Kulturschock für Sport-Touristen abzumildern, die 2008 nach China reisen – mit Hilfe von mobilen Übersetzungs-Lösungen.

TÜBINGEN. Einen mobilen Stadtführer für den Pekinger Stadtteil Chong-Wen bietet Heidelberg Mobil International. Vorbild ist das im Dezember 2006 gestartete Stadtportal Heidelberg mobil. Die gezeigten Informationen richten sich nach dem Standort des Betrachters. Möglich machen das drahtlose lokale Netze, die in Chong-Wen zur Verfügung stehen. Anhand der Funkzellen weiß das System, wo sich der Nutzer eines Geräts befindet.

Informationen wie Hinweise auf Restaurants oder Sehenswürdigkeiten werden passend zum Ort der Eingabe angezeigt. Fragt ein Anwender nach dem Weg, wird ihm der von seinem Standort aus beschrieben. Sucht er ein Restaurant oder ein Hotel einer bestimmten Kategorie, hat er die Chance, den nächstgelegenen Betrieb samt Wegskizze zu finden.

„Wir haben die Grunddaten für Chong-Wen aufgenommen und bereits gezeigt, dass das System funktioniert“, sagt Projektleiter Thomas Reinhart. Im Moment arbeitet er daran, die Kooperationsverträge mit den chinesischen Partnern zur Unterschriftsreife zu bringen. Auch in anderen Ländern gebe es Interesse am System, so die Heidelberger – zunächst wolle man sich jedoch auf die Entwicklung der Portale in China und Deutschland konzentrieren.

Mit dem Projekt Compass 2008 will das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Saarbrücken die Sprachbarriere überwinden – Partner ist T-Systems. „Ziel war, ein System zu entwickeln, mit dem Touristen sich in Peking bewegen, unterhalten sowie informieren können, ohne die Sprache zu sprechen“, erläutert Projektleiter Hans Uszkoreit. Die dazu entwickelte Software soll gängige Fragen und Antworten übersetzen – Anfang der Woche gab das DFKI die Gründung einer eigenen Gesellschaft für die Vermarktung der Technik bekannt.

Die Saarbrücker profitieren von Vorgängerprojekten wie dem Spracherkennung- und Übersetzungsprojekt Verbmobil: „Die Erkennung gesprochener Sprache und die freie maschinelle Übersetzung funktioniert“, so Uszkoreit. Allerdings sei das Themenfeld begrenzt – zudem machen starke Hintergrundgeräusche dem Programm zu schaffen. Für ein Übersetzungswerkzeug, das in einer so lauten Stadt wie Peking eingesetzt werden soll, kommt es also noch nicht in Frage.

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