Moderne LED-Technik ersetzt Glühbirnen der alten Generation
Ampeln leuchten intensiver

Als erste deutsche Stadt schraubt Aachen flächendeckend die Glühbirnen der alten Generation aus den Ampelanlagen und ersetzt sie durch moderne LED-Technik. Die Ampeln sind dann kaum noch zu übersehen, da die Leuchtkraft viel intensiver wird.

HB AACHEN. Die Stadt stattet zur Zeit 111 Ampeln, und damit einen Großteil ihrer Anlagen, mit den Licht abgebenden Dioden aus. Der Grund für die finanziell gebeutelte Kommune war aber weniger die Verkehrssicherheit. „Die Stadt hat lange gerechnet“, sagt der Pressesprecher der Stadt, Hans Poth. Und kam zu dem Schluss, dass sie mit dem Licht aus Leuchtdioden jährlich 70 000 Euro spart. Vor sechs Jahren begann die Stadt den Probelauf mit einer Ampel. Die Dioden leuchteten - Tag und Nacht, jahrelang und ohne Störung, während die Techniker an anderen Ampeln rund zwei Mal im Jahr die Glühbirnen austauschen mussten.

Die durchschnittliche Lebensdauer von LEDs wird mit mehr als zehn Jahren angegeben. Deshalb verschwand an neu ausgestatteten Aachener Fußgängerampeln auch eins von zwei roten Lichtmännchen. „Es gibt nur noch ein grünes und ein rotes Männchen, weil man davon ausgeht, dass keine Lampe mehr kaputtgeht“, sagt der Projektleiter bei den Stadtwerken Aachen (Stawag), Dirk Bomblér. Nicht nur deshalb wird die Stromrechnung für die Ampeln niedriger ausfallen. LEDs brauchen zwei Drittel weniger Energie als herkömmliche Glühlampen und haben trotzdem eine höhere Leuchtkraft. Einen weiteren entscheidenden Vorteil sieht der Fachmann für Autofahrer: „Wenn die Sonne auf das Glas scheint, weiß man manchmal nicht, ist die Ampel jetzt Rot oder Grün“, sagt Bomblér. Bei LED- Ampeln gebe es kaum eine Reflexion von Sonnenlicht und Autofahrer sähen deutlicher, ob sie Grün oder Rot haben. „Es gibt einen Trend in allen Bereichen des Verkehrs von den Glühlampen weg hin zu den Leuchtdioden“, sagt Reinhard Tews vom Bundesamt für Straßenwesen. Das Forschungsinstitut des Bundesverkehrsministeriums hält als Prüf- und Zertifizierungsstelle Mindestanforderungen für LEDs im Straßenverkehr fest. Dazu gehören Kriterien wie Lichtstärke und Farbnormen.

„Früher war LED nicht hell genug und die Farben stimmten nicht“, erinnert sich Tews. Die Technik habe aber in den vergangenen zehn Jahren einen deutlichen Entwicklungssprung gemacht. Heute ist sie verkehrstauglich. Deshalb wollen auch andere deutsche Städte den Schritt machen und ihre Glühbirnen zunächst vereinzelt austauschen.

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