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Mondfinsternis verlief vielerorts enttäuschend

Die längste Mondfinsternis dieses Jahrzehnts ist in der Nacht zu Donnerstag für die meisten Himmelsgucker in Deutschland enttäuschend verlaufen. „Der Mond verschwand erst in Wolken und dann im Erdschatten“, berichtete der Direktor der Sternwarte Bochum, Thilo Elsner.

dpa BOCHUM. Die längste Mondfinsternis dieses Jahrzehnts ist in der Nacht zu Donnerstag für die meisten Himmelsgucker in Deutschland enttäuschend verlaufen. „Der Mond verschwand erst in Wolken und dann im Erdschatten“, berichtete der Direktor der Sternwarte Bochum, Thilo Elsner.

Auch ein zugeschaltetes Teleskop an der Nordseeküste habe nichts geholfen, weil dort ebenfalls lange vor Beginn des kosmischen Schattenspiels Nebel aufgezogen sei. In Deutschland habe es nur in den Regionen um Chemnitz und Bad Tölz kleine Wolkenlücken gegeben.

„Die einzigen klaren Bilder haben wir allerdings nur aus Gran Canaria zugesandt bekommen“, berichtete Elsner. In Bochum habe es pünktlich zum Beginn der totalen Mondfinsternis sogar zu regnen begonnen. Ähnlich nass und trübe sah es nach Auskunft des Wetterdienstes Meteomedia im gesamten Westen Deutschlands aus. Nur am Rand von Alpen und Erzgebirge gab es kleine Wolkenlücken. An der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern lockerte die Bewölkung im Verlauf des Himmelsschauspiels immerhin etwas auf.

Auch in der Schweiz versperrten dichte Regenwolken den Blick auf das Himmelsspektakel, im Osten Österreichs hatten Beobachter dagegen bessere Chancen. In Osteuropa war der Himmel zwar nur gering bewölkt, dafür nahm vielerorts dichter Nebel Himmelsguckern die Sicht. Vor allem in Italien, Westfrankreich und Norddänemark hatten Beobachter nach Meteomedia-Angaben einen weitgehend freien Blick auf das Schauspiel.

Die Mondfinsternis war bereits die zweite in diesem Jahr und für Mitteleuropa mit einer Dauer von knapp vier Stunden nach Angaben der Bochumer Sternwarte die längste dieses Jahrzehnts. Dies lag daran, dass der Mond relativ mittig durch den Erdschatten gewandert ist. Auch im Mai hatten bereits dichte Wolken den meisten Beobachtern die Sicht auf den rot schimmernden Mond versperrt. Für die nächste in Mitteleuropa sichtbare Mondfinsternis müssen sich Himmelsgucker bis zum 3. März 2007 gedulden.

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