Mondlande-Kamera und mehr
Was Neil Armstrong im Schrank ließ

Eine Frau findet im Schrank die Tasche ihres verstorbenen Mannes, darin eine Kamera und ein paar Kleinteile. Nichts Besonderes? Wenn es sich um die Witwe des ersten Menschen auf dem Mond handelt, dann schon.
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New YorkDer Schatz lag im Schrank, 45 Jahre lang, wohlverwahrt in einem kleinen weißen Beutel. Fast ein halbes Jahrhundert nach der Mondlandung ist die Kamera des historischen Ereignisses bei Neil Armstrong im Schrank gefunden worden. Die Witwe des ersten Menschen auf dem Mond habe das Smithsonian-Museum über die aufsehenerregende Entdeckung informiert, teilte das Museum am Dienstag in Washington mit.

Die Kamera, mit der Armstrongs „kleiner Schritt für den Menschen, aber großer Sprung für die Menschheit“ gefilmt worden war, ist bereits Teil einer Ausstellung im Air-and-Space-Museum geworden. Das Museum im Zentrum von Washington ist voll von historischen Geräten und hat im Eingang auch einen Mondstein, den jeder berühren darf.

Smithsonian zufolge hatte der 2012 verstorbene Armstrong zu Lebzeiten schon einen Teil seiner persönlichen Gegenstände dem Museum überlassen. Doch dann habe seine Witwe Carol im Schrank noch einen kleinen weißen Beutel gefunden, einem Kulturbeutel ähnlich.

Es war eine Tasche, wie sie die Astronauten mit an Bord nahmen, um schnell Kleinteile wegpacken zu können. Darin fanden sich Erinnerungsstücke von der historischen Reise im Juli 1969. Die Kamera, die an der Landefähre montiert war, begeisterte die Wissenschaftler am meisten, der Rest aber kaum weniger.

Die weiße Tasche hätte eigentlich in der Landefähre „Eagle“ verbleiben sollen und wäre damit jetzt auf dem Mond. Doch Armstrong hatte sie mitgenommen und ordnungsgemäß über Funk „zehn Pfund diverse Ausrüstung“ angegeben, damit die Ingenieure mit den zusätzlichen 4,5 Kilogramm Gewicht die Flugbahn bei der Rückkehr zur Erde berechnen konnten.

Mit dabei ist ein Haltegurt, mit dem Armstrong seine Füße festband, damit er in der Schwerelosigkeit einigermaßen ruhen konnte. Die Forscher wussten von all diesen Gegenständen, wähnten sie aber auf dem Mond. Jetzt sollen sie nach und nach den Museumsbesuchern zugänglich gemacht werden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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