Forschung + Innovation
Moorleiche kommt in die Hände der Wissenschaftler

Die Teenager-Moorleiche aus Niedersachsen wird Mitte August in die Hände der Wissenschaft gelegt. Das „Mädchen aus dem Uchter Moor“ - eine der ältesten Moorleichen in Deutschland - war einige Wochen lang in Hannover ausgestellt.

dpa HANNOVER. Die Teenager-Moorleiche aus Niedersachsen wird Mitte August in die Hände der Wissenschaft gelegt. Das „Mädchen aus dem Uchter Moor“ - eine der ältesten Moorleichen in Deutschland - war einige Wochen lang in Hannover ausgestellt.

Rund 5 000 Besucher kamen. Nun werde sie für sechs Monate in die Rechtsmedizin nach Hamburg gebracht, sagte die archäologische Restauratorin im Landesamt für Denkmalpflege, Monika Lehmann, am Dienstag. Dort soll die etwa 2 650 Jahre alte Leiche unter anderem mit Hilfe der Computertomographie untersucht werden. Außerdem soll versucht werden, den Schädel zu rekonstruieren.

Die Moorleiche war beim Torfabbau im Kreis Nienburg entdeckt worden. Als vor Jahren erste Knochenteile gefunden wurden, war die Polizei zunächst von einem Verbrechen ausgegangen. Nach neueren Funden - darunter eine mumifizierte Hand - stellten Spezialisten fest, dass der Leichnam mehr als 2000 Jahre alt ist. Moorleichen, die unter Luftabschluss lagern, sind in der Regel gut konserviert.

Das „Mädchen aus dem Uchter Moor“, das den Namen „Moora“ bekam, soll nach Untersuchungen in der Hamburger Rechtsmedizin im Frühjahr 2006 nach Göttingen kommen. Dort will die Antropologin und Humanökologin Susanne Hummel weitere Analysen vornehmen. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir am Ende ein abgerundetes Bild haben“, sagte Restauratorin Lehmann. Unklar ist bislang, unter welchen Umständen das Mädchen gelebt hatte und wie es ums Leben gekommen war.

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