Museen
Verschollen geglaubte Mammutteile wieder entdeckt

Zwei seit rund 60 Jahren verschollen geglaubte wertvolle Originalfunde von Wollhaar-Mammuts sind in einer Sammlung der Universität Göttingen wieder entdeckt worden.

dpa GöTTINGEN. Zwei seit rund 60 Jahren verschollen geglaubte wertvolle Originalfunde von Wollhaar-Mammuts sind in einer Sammlung der Universität Göttingen wieder entdeckt worden.

Es handele sich um Mammut-Zähne, die die Gelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz und Johann Friedrich Blumenbach im 17. und 18. Jahrhundert beschrieben haben, teilte die Hochschule am Freitag mit. Die Zähne waren seit 1945 verschwunden. In der jüngsten Eiszeit ausgestorbene Mammuts lebten bis vor 10 000 Jahren auch in Niedersachsen.

Einer der beiden Zähne, der im 17. Jahrhundert bei Salzgitter ausgegraben worden war, ist besonders bedeutsam. Denn Johann Friedrich Blumenbach hatte ihn seinerzeit als Referenzmaterial für die wissenschaftliche Erstbeschreibung des wohl bekanntesten eiszeitlichen Großsäugetiers verwendet.

Die wertvollen Zähne wurden wieder entdeckt, als die paläontologische Sammlung der Universität kürzlich umstrukturiert wurde. Die Originaletiketten und die Beschriftungen fehlten zwar. Die Mammut-Teile konnten aber anhand einer präzisen Zeichnung und eines Kupferstiches eindeutig zugeordnet werden, berichtete der Leiter der Sammlung, Mike Reich. Beide Funde sollen ab Mai im Museum des geowissenschaftlichen Zentrums der Universität Göttingen ausgestellt werden.

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