Nach Verschiebung
Shuttle Atlantis soll am Sonntagabend starten

Die US-Raumfähre Atlantis soll nach zweimaliger Verschiebung nun am Sonntagabend starten und das europäische Forschungsmodul Columbus zur internationalen Weltraumstation ISS bringen. Probleme mit zwei Sensoren der Außentanks hatten zur Verschiebung des ursprünglich für Donnerstag geplanten Starts geführt.

HB CAPE CANAVERAL. „Alle Seiten sind sich einig, dass es sicher ist zu starten“, sagte der Chef des Shuttle-Programms, Wayne Hale, auf einer Pressekonferenz am Samstag. Als Startzeit wurde 21.21 Uhr MEZ festgelegt. Sollte es aber wieder Anomalien mit den Treibstoff-Sensoren geben, müssten diese Probleme erst gelöst werden, sagte Hale. Im Dezember würde es dann wahrscheinlich keine Startversuche mehr geben.

Im Kontrollzentrum des Forschungsmoduls „Columbus“ in Oberpfaffenhofen bei München werden mit dem Start große Hoffnungen verbunden. Die europäische Raumfahrtbehörde wird mit „Columbus“ erstmals selbst bestimmen können, wann sie welche Experimente ausführt. Das Labor ist ein etwa sieben Meter langer Zylinder mit einem Durchmesser von 4,5 Metern. Bis zu drei Astronauten können in ihm gleichzeitig Experimente ausführen.

Die Gesamtkosten für das Modul betrugen 880 Millionen Euro, von denen etwa 450 Millionen Euro in Aufträgen an deutsche Unternehmen vergeben wurden. Deutschland trug auch 41 Prozent der Entwicklungskosten. Langfristig ist eine kommerzielle Nutzung geplant.

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