Nächster Startversuch am Dienstag
„Discovery“ muss weiter am Boden bleiben

Auch der zweite Startversuch der US-Raumfähre „Discovery“ mit dem Deutschen Thomas Reiter an Bord ist am Sonntag gescheitert. Nun soll das Shuttle an einem für die Amerikaner ganz besonderen Tag ins All abheben – zumindest wenn das Wetter diesmal mitspielt.

HB CAPE CANAVERAL. Die Raumfähre soll jetzt am Unabhängigkeitstag der USA am Dienstag starten. Dies sei ein großes Geschenk an die Nation, sagte John Shannon, stellvertretender Programmmanager bei der US-Raumfahrtbehörde Nasa, am Sonntag in Cape Canaveral. „Das Wetter ist wirklich die einzige Sache, die wir nicht beeinflussen können“, sagte Shannon, nachdem sowohl am Samstag als auch Sonntag Gewitterfronten zum Abbruch des Countdowns geführt hatten.

Die Chancen für einen Start am Dienstag stehen nach Angaben der Meteorologen mit 60 Prozent wieder besser. Der Spaceshuttle soll um 14.37 Uhr Ortszeit (20.37 Uhr MESZ) abheben und die siebenköpfige Besatzung zur Internationalen Raumstation ISS zu bringen. Durch die beiden missglückten Anläufe sind der Nasa Mehrkosten von insgesamt zwei Mill. Dollar (1,54 Mill. Euro) an Überstunden und Ausgaben für Treibstoff entstanden.

Auch zweiter Anlauf abgebrochen

Auch der zweite Startversuch der US-Raumfähre „Discovery“ ist am schlechten Wetter in Florida gescheitert. Nur wenige Kilometer von Cape Canaveral entfernt wurden am Sonntag Blitze gesichtet, weitere Gewitter kamen von Westen heran. Aus diesem Grund beschloss die Raumfahrtbehörde Nasa, den Start auf Dienstag zu verschieben. Zur siebenköpfigen „Discovery“-Besatzung gehört der Deutsche Thomas Reiter, der für ein halbes Jahr an Bord der ISS bleiben soll.

„Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir heute keine Chance haben zu starten“, sagte der zuständige Direktor Mike Leinbach seinem Team. Aus dem Cockpit antwortete Kommandant Steven Lindsey: „Wenn ich aus dem Fenster schaue, sieht es nicht gut aus. Wir glauben, das ist eine gute Idee.“ Thomas Reiter und die Crew mussten wieder unverrichteter Dinge aus der Raumfähre aussteigen. Bei Gefahr für den Shuttle und vor allem für dessen elektrisches System durch Blitze sind die Nasa-Regeln besonders streng. Es wurde erwartet, dass sich das Wetter bis Dienstag bessert, obwohl immer noch mit Regen gerechnet wurde.

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