Nano-Forschung
Wenn das iPhone baden geht

Ein amerikanisches Unternehmen wirbt für ein Nano-Spray, mit dem man angeblich sogar ein iPhone wasserdicht machen kann. Das Werbevideo hat im Internet Begeisterung ausgelöst. Doch was ist dran am Wunderspray?
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DüsseldorfEs ist kaum zu glauben, was der amerikanische Unternehmer Andy Jones da verspricht. Sein sogenanntes „NeverWet“-Spray soll sämtliche Gegenstände mit einer wasserabweisenden Schutzschicht versehen können. „Ich habe mein iPhone mit NeverWet eingesprüht und es für dreißig Minuten in Wasser eingetaucht“, sagt der Chef des Unternehmens „Ross Technology“ in einem Interview. „Als ich es herausnahm, funktionierte es immer noch.“

Das Werbevideo, bei dem das Handy neben einer eingeschalteten Stoppuhr im Wasser versenkt wird, ohne kaputt zu gehen, hat im Internet einen regelrechten Begeisterungssturm ausgelöst. Nachdem diverse Technikportale über die Erfindung berichtet haben, fiebern die Fans auf der Facebook-Seite des Unternehmens der Markteinführung entgegen.

Doch die wird noch auf sich warten lassen: Zwar hat die Firma nach eigenen Angaben bereits Lizenzen zur Verwendung von NeverWet an andere Unternehmen verkauft. Für Otto-Normal-Verbraucher soll das vermeintliche Wunderspray jedoch frühestens im nächsten Jahr erhältlich sein.

Damit sind die Videos des Unternehmens bisher der einzige Beleg für die Wirkung von NeverWet. Handelt es sich dabei womöglich nur um eine Fälschung?

Der Physiker Torsten Fleischer hält das Video für authentisch. „Technisch ist das alles schon möglich.“ Fleischer leitet eine Projektgruppe zur Nanotechnologie am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse in Karlsruhe.

Der Nanoforscher vermutet, dass durch das Spray eine besondere Oberflächenstruktur auf dem iPhone entsteht, welche den Lotuseffekt auslöst. Durch diesen Effekt perlt Wasser einfach von Oberflächen ab – und nimmt den Schmutz dabei mit. Durch die Schutzschicht käme das Wasser erst gar nicht mit dem Handy in Kontakt.

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Forscher wollen die Natur imitieren

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