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Nasa atmet auf: Staub aus „Genesis“-Kapsel gerettet

Die US-Weltraumbehörde Nasa hat aus ihrer vor drei Wochen abgestürzten „Genesis“-Kapsel wertvollen Sonnenstaub gerettet. Die Behälter mit den Proben der wichtigsten wissenschaftlichen Ziele seien sichergestellt worden, teilte die Nasa am Freitag in Washington mit.

dpa WASHINGTON. Die US-Weltraumbehörde Nasa hat aus ihrer vor drei Wochen abgestürzten „Genesis“-Kapsel wertvollen Sonnenstaub gerettet. Die Behälter mit den Proben der wichtigsten wissenschaftlichen Ziele seien sichergestellt worden, teilte die Nasa am Freitag in Washington mit.

Die „Genesis-Kapsel war am 8. September ungebremst auf den Boden geprallt, weil sich die Bremsfallschirme nicht geöffnet hatten. In den geretteten Kanistern sind unter anderem Segmente mit den in zweieinhalb Jahren gesammelten Partikeln vom Sonnenwind. „In diesen Kollektoren befinden sich drei Jahre lang gesammelte Sonnen-Proben, die aus Sicht der Wissenschaftler Aufschluss über die unendlich lange Geburt unseres Sonnensystem geben könnten“, sagte Eileen Stansbery, stellvertretende Direktorin des Nasa-Raumfahrtzentrums in Houston (Texas).

Ein weiterer Meilenstein ist nach Nasa-Angaben der Fund eines gut erhaltenen, mit Gold beschichteten Kollektors mit Billionen von Atomen aus dem Sonnenwind. Dies habe die zweithöchste Priorität bei der Rettung von wissenschaftlichen Proben aus der Kapsel gehabt. Auch von diesem Kollektor würden Geheimnisse über die Sonne erwartet.

„Wir haben die Möglichkeit, unsere wichtigsten wissenschaftlichen Ziele zu erreichen. Das ist ein großartiger Tag für Genesis“, sagte Programm-Direktor Don Sweetnam vom Jet Propulsion Laboratory im kalifornischen Pasadena.

Die sichergestellten Proben sollen jetzt von einer US-Militärbasis im Bundesstaat Utah zur Auswertung in das Nasa-Raumfahrtzentrum in Houston transportiert werden.

Nach dem ungebremsten Aufprall der „Genesis“-Sonde auf der Erde hatten die Nasa-Wissenschaftler zunächst befürchtet, dass das 260 Mill. Dollar (214 Mill. Euro) teure Projekt gescheitert sein könnte. Größte Sorge war eine Verschmutzung der Kollektoren, weil der Kanister bei dem Aufprall aufging.

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