Nasa beendet Sonden-Mission
Der Phoenix antwortet nicht mehr

Ein Sandsturm hat das Schicksal der Nasa-Sonde Phoenix besiegelt. Die US-Weltraumbehörde erklärte die 475-Millionen-Dollar-Mission offiziell für beendet. Mit dem Nachweis von Eis auf dem Roten Planeten gelang der Sonde ein Highlight, das über einige Pannen hinwegtröstet.
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HB LOS ANGELES. Die Mission der Nasa-Sonde „Phoenix“ auf dem Mars ist zu Ende. Man habe den Kontakt zur Sonde verloren und erkläre die Mission für beendet, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit. „Wir stellen den Betrieb ein“, sagte Projektmanager Barry Goldstein vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der Nasa, das für die 475 Million Dollar teure Mission zuständig war.

Das Kontrollteam am Boden hatte seit dem 2. November keine Signale mehr empfangen, nachdem ein Sandsturm über „Phoenix“ hinweggezogen war und so die Versorgung der Solarsegel mit Sonnenlicht unterbrochen hatte. Ursprünglich hatte die Nasa damit gerechnet, dass die Energieversorgung von Phoenix wegen der Dunkelheit des Mars-Winters schon deutlich eher zusammenbrechen würde.

Phoenix war im Mai unweit des Mars-Nordpols gelandet. Die Sonde ist Teil einer Forschungsreihe, die klären helfen soll, ob es auf dem Mars jemals Leben gegeben hat. Dazu sammelte Phoenix Bodenproben und analysierte sie im bordeigenen Labor. Nicht immer lief dabei alles nach den Plänen der Wissenschaftler: So gab es wiederholt Probleme mit Proben, die nicht in den Laborofen der Sonde gelangten.

Trotz solcher Schwierigkeiten werteten die Nasa-Verantwortlichen die Mission als großen Erfolg. Als wichtigstes Ergebnis konnte Phoenix Eis im Boden des Roten Planeten direkt nachweisen. Bislang waren solche Eisvorkommen lediglich aufgrund von Satellitendaten aus Umlaufbahnen um den Mars vermutet worden.

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