Nasa-Mission

„Curiosity“ schickt Audiobotschaft vom Mars

Neben neuen spektakulären Bildern vom Mars hat der Roboter "Curiosity" erstmals eine Stimme vom Roten Planeten gesendet. Marsroboter "Curiosity" sendete eine zuvor aufgenommene Tonbandaufnahme.
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Aufnahme der "Curiosity" vom Mars. Der Rover schickte eine Audiobotschaft vom Mars. Quelle: dapd

Aufnahme der "Curiosity" vom Mars. Der Rover schickte eine Audiobotschaft vom Mars.

(Foto: dapd)

Los AngelesWie die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Montag mitteilte, übertrug "Curiosity" eine zuvor aufgenommene und im Roboter gespeicherte Tonbandaufnahme, in der Nasa-Chef Charles Bolden zu hören ist. "Ein weiterer kleiner Schritt wurde genommen, um die menschliche Präsenz jenseits der Erde auszuweiten", sagte Nasa-Experte Dave Lavery in Anlehnung an die Worte, die der kürzlich verstorbene US-Astronaut Neil Armstrong bei seiner Landung auf dem Mond 1969 sagte.

„Curiosity” schickt erste Audio-Aufnahme

"Ich spreche zu Ihnen über die Übertragungsmöglichkeiten des 'Curiosity'-Rovers, der sich jetzt auf der Oberfläche des Mars befindet", sagt Bolden in der von der Nasa empfangenen Audio-Botschaft. "Seit Beginn der Zeitrechnung hat die menschliche Neugier uns permanent nach neuen Lebensmöglichkeiten jenseits des Horizonts suchen lassen." "Curiosity" bereite nun den Weg für eine bemannte Mars-Mission "in nicht allzu ferner Zukunft". Die Mission sei eine "außergewöhnliche Leistung", sagte Bolden. "Einen Rover auf dem Mars landen zu lassen ist nicht einfach. Andere haben es versucht. Amerika hat es geschafft."

Probefahrt auf dem Mars
Mars Curiosity
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Diese Panoramaaufnahme der Landestelle des Forschungsroboters „Curiosity“ wurde am 18. August geschossen. Vier Tage später wagten die Nasa-Wissenschaftler die erste kleine Probefahrt über die Mars-Oberfläche.

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Die sechs Räder sind so „dünn wie Bierdosen“ wie ein beteiligter Ingenieur es formulierte. Daher gingen die Fahrer des Mars-Rover auch entsprechend vorsichtig vor. Zuerst testeten sie die Räder, in dem sie sie auf der Stelle drehten.

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Am 22. August gegen 17 Uhr deutscher Zeit setzte sich der Rover dann in Bewegung und fuhr zunächst viereinhalb Meter vorwärts von der Landestelle weg, machte dann ...

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... eine 120-Grad-Kurve und hinterließ dabei erste Reifenspuren auf dem Marsboden. An dem Projekt hatte die Nasa bereits etwa zehn Jahre gearbeitet, bevor die Landung des Rovers am 5. August 2012 schließlich glückte. In den kommenden zwei Jahren soll die Gegend rund um die Landestelle untersucht werden und dabei die verschiedenen Mineralien untersucht und nach Anzeichen für Wasser auf dem Planeten gesucht werden.

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Nach der scharfen Kurve setzte der Rover die Fahrt für weitere 2,5 Meter fort, bevor im Kontrollraum entschieden wurde, den Test zu beenden. Die Herausforderung liegt unter anderem daran, dass die Signale zur Übermittlung von der Erde zum Mars etwa 14 Minuten benötigen.

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Eine Nahaufnahme der Reifenspuren. Jede Bewegung des Gefährts wird vorher in einer 3D-Umgebung von den Ingenieuren geübt. Zwischendurch schießen sie immer wieder Bilder von den Reifen, um die Fahrtüchtigkeit zu überprüfen.

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Die Bilder zeigen, dass das Gefährt über kleinere Steine problemlos hinwegfahren kann. Außerdem bekommt man einen Eindruck von der Kargheit der Landschaft rund um den Landeplatz.

Die Nasa stellte zudem weitere Fotos vom Mars vor. Auf einem gestochen scharfen Panoramabild sind mehrere Felsen zu sehen, die in der Umgebung des Marsroboters in der Landschaft stehen. Darunter ist auch der Mount Rock, den "Curiosity" in den kommenden Wochen und Monaten erkunden soll. Auf einigen Fotos waren die Reifenspuren des Roboters zu sehen. Der Chef-Wissenschaftler der Mars-Mission, John Grotzinger, verglich sie mit Armstrongs erstem Fußabdruck auf dem Mars.

"Curiosity" ist der teuerste und ausgefeilteste Roboter, der je für die Erforschung eines anderen Planeten gebaut wurde. Die 2,5 Milliarden Dollar teure Mission ist auf einen Zeitraum von zwei Jahren angelegt. "Curiosity" war nach einer mehr als achtmonatigen Reise durchs All am 6. August auf dem Mars gelandet. Vergangene Woche unternahm der Mars-Rover erfolgreich seine ersten Fahrversuche.

  • afp
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