Nasa-Mission zur ISS
Eine Woche Schuften im All

Dreieinhalb Jahre nach der „Columbia“-Katastrophe nimmt die Nasa den weiteren Aufbau der Internationalen Raumstation (ISS) in Angriff. Am Sonntag Abend soll die Raumfähre „Atlantis“ starten. Ihr Ziel ist es ein neues Sonnensegel zu installieren, das künftig die Energieversorung übernehmen soll.

HAMBURG. Dreieinhalb Jahre nach der „Columbia“-Katastrophe nimmt die Nasa den weiteren Aufbau der Internationalen Raumstation (ISS) in Angriff. Wenn alles wie geplant läuft, wird am Sonntag Abend mitteleuropäischer Zeit die Raumfähre „Atlantis“ starten und 17,5 Tonnen Material zur ISS in 350 Kilometer Höhe bringen. Die sechsköpfige Shuttle-Besatzung unter Leitung von Brent Jett will die neuen Teile – darunter ein riesiges Sonnensegel – auf ihrer elftägigen Mission während drei Außenbordeinsätzen montieren.

Die Nasa lässt keinen Zweifel. Die Mission „SST-115“ wird zu einer der schwierigsten Unternehmungen, die sie je in Angriff genommen hat. „Wir wissen, es wird hart werden. Und wir können auf unerwartete Schwierigkeiten stoßen“, sagt der Raumstations-Manager der Nasa, Mike Suffredini, „aber wir wollen endlich loslegen.“

Der Aufbau der halb fertiggestellten ISS hat sich durch den Absturz der „Columbia“ verzögert. Die zwei Shuttle-Missionen seit der Katastrophe vom Februar 2003 waren vor allem Testflüge um die Sicherheit der Raumfähren zu verbessern. Nach der erfolgreichen „Discovery“-Mission im vergangenen Monat konzentriert sich die Nasa nun wieder auf den Bau der ISS.

Der jetzt bevorstehende Atlantis-Flug ist gleichzeitig der erste von 14 weiteren Raumtransporter-Flügen zum Endausbau der Internationalen Raumstation, der 2010 – gleichzeitig mit dem Ende aller Shuttle-Flüge – beendet werden soll. Bis dahin wird sich der umbaute Raum der Station mehr als verdoppeln – auf rund 1 000 Kubikmeter. Das Gerüst der Station – es ist heute 40 Meter lang – soll bis 2010 auf 108 Meter anwachsen. Gegenüber heute soll zudem die zur Verfügung stehende Energie vervierfacht werden. Das Gewicht wird sich mehr als verdoppeln von gegenwärtig etwa 185 auf mehr als 400 Tonnen.

„Atlantis“-Kommandant Jett unterstreicht, bei der Vollendung der ISS gehe es um mehr als den Aufbau eines Labors im Weltraum: „Es bereitet uns als Weltraumagentur darauf vor, den nächsten Schritt zu tun, zurück auf den Mond als ständiger Außenposten oder hinaus zum Mars.“

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