Nasa-Projekt Hedgehog
Hüpf-Roboter soll Asteroiden erforschen

Diesem Roboter ist es egal, wenn es bei der Landung auf einem fremden Himmelskörper ein wenig holprig zugeht. Der Hedgehog-Bot der US-Weltraumbehörde Nasa ist ohnehin fürs Hüpfen ausgelegt.

HeidelbergNachdem die Esa-Kometensonde Philae das Konzept der Hüpf-Landung bereits unfreiwillig ausprobiert hat, stellt die Nasa nun einen Roboter vor, der ausschließlich dafür gedacht ist, über die Oberfläche von Kometen und anderen Kleinkörpern zu hüpfen. Die US-Weltraumbehörde bezeichnet die Konstruktion aus unerfindlichen Gründen als Hedgehog (Igel) – der Roboter hat einen würfelförmigen Körper mit fußartig verlängerten Ecken.

Anders als andere Planetenlander ist diese Konstruktion nicht darauf angewiesen, richtig herum und in günstigem Terrain zu landen. Der Verzicht auf Räder und Beine ermöglicht dem

Roboter die Fortbewegung auch in rauem Gelände.

Im Inneren des Hedgehog Bots verbergen sich drei Schwungräder, die Drehimpulse auf den Roboter übertragen können, so dass dieser zum Beispiel auf die Seite kippt, sich dreht oder gar in die Luft springt. Auf diese Weise soll er sich gezielt über die Oberfläche kleiner Körper mit sehr geringer Schwerkraft bewegen, zum Beispiel Kometen wie Tschurjumow-Gerasimenko.

Bisher gibt es zwei Prototypen, die sich durch die Art ihrer Bremsen unterscheiden – die Schwungräder abrupt anzuhalten lässt den Hedgehog hüpfen. Die Methode hat sich bereits unter geringer Schwerkraft auf Parabelflügen bewährt. Derzeit arbeiten die Entwickler an der Steuerungstechnik für das Gerät, das sich zum Teil autonom bewegen soll.

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