Nasa-Projekt Prandtl-m

Eine Drohne für den Mars

Wo können wir landen? Luftbilder von der Marsoberfläche sollen Aufschluss darüber geben, welche Stellen sich für die Landung von Astronauten eignen. Aufnehmen soll sie eine neuartige Nasa-Drohne.
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Die Nasa will mit Drohnen nach möglichen Landeplätzen auf dem Mars Ausschau halten. (Foto: Nasa)
Per Drohne den Mars erkunden

Die Nasa will mit Drohnen nach möglichen Landeplätzen auf dem Mars Ausschau halten. (Foto: Nasa)

BerlinDie US-Raumfahrtbehörde Nasa entwickelt ein unbemanntes Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV), das den Mars aus der Luft erkunden soll. Prandtl-m (Preliminary Research Aerodynamic Design to Land on Mars - etwa: vorläufiges aerodynamisches Forschungsdesign, das auf dem Mars landen soll) ist ein Gleiter, der eine Spannweite von etwa 60 Zentimetern haben wird und weniger als 450 Gramm wiegen soll.

Gebaut werden soll die Mars-Drohne aus einem Verbundwerkstoff, entweder aus Glasfaser- oder Kohlenstofffaser-verstärktem Kunststoff. „Prandtl-m könnte einige der möglichen Landeplätze für künftige Astronautenmissionen überfliegen und sehr detaillierte, hochauflösende Fotos zur Erde senden, anhand derer die Wissenschaftler die Eignung dieser Landeplätze beurteilen können“, so Al Bowers, Leiter des Prandtl-m-Programms.

Wo Russlands Raumfahrtstolz verrottet
Raumfähre Buran
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Sie war die sowjetische Antwort auf die Spaceshuttles der Nasa. Doch anders als ihr US-Gegenstück kam die russische Raumfähre Buran bis auf einen einzigen Testflug nie zum Einsatz. 1993 wurde das Raumfährenprogramm offiziell eingestellt. Seither verrottet der einstige Stolz der russischen Raumfahrt in  einer riesigen Halle auf dem Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan.

Vom Himmel abgeschnitten
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Vor mehr als zwei Jahrzehnten schlossen sich die schweren Schiebetüren der Halle das letzte Mal hinter zwei der Raumfahrzeuge.

Zwei Modelle
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Bei den beiden Raumfähren handelt es sich um ein flugfähiges Modell sowie eine Attrappe für Startsimulationen.

Letzte Ruhestätte
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Der Ort, von dem aus die Raumfähren ihren Weg ins All antreten sollten, ist jetzt ihr Sarg geworden. Die Anlage gehört zu den größten Gebäuden in Baikonur. 132 Meter  lang und 62 Meter hoch. Die Tore sind 42 mal 36 Meter groß, damit die Raumfähren auf ihrem Transportträger passieren konnten.

Anlage aus Spezialstahl
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Unterstützende Strukturen der Anlage sind  aus Spezialstahl und mussten dem Druck der Stoßwelle widerstehen, falls eine der schweren Trägerraketen am nahegelegenen Startplatz explodieren sollte.

Kräne unter der Decke
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Unter der Decke bewegten sich an Querträgern Kräne mit  einer Tragkraft von 400 Tonnen.

Schlechter Zustand
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Die Jahre sind an den Raumschiffen nicht spurlos vorübergegangen, ihr aktueller Zustand ist bedauernswert. Ein Teil der Wärmeschutzplatten ist abgefallen, Kabinenfenster sind zerbrochen

Das UAV soll Huckepack mit einem Rover zum Mars fliegen. Prandtl-m wäre dabei in einen Cubesat 3 verpackt werden, der in dem Hitzeschild des Rovers angebracht wird. „Das Flugzeug könnte Teil des Ballasts sein, der von der Transportkapsel, in der der Rover zum Mars reist, abgeworfen wird“, sagt Bowers.

Nach dem Abwurf soll der Cubesat den Gleiter freisetzen. Der soll sich dann entfalten, durch die Marsatmosphäre fliegen und schließlich landen. Bowers geht davon aus, dass die Flugzeit etwa zehn Minuten betragen wird. Dabei wird Prandtl-m etwa 30 Kilometer zurücklegen.

Tests mit ungewöhnlichen Fluglagen
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