Nasa untersucht Bilder vom Start
"Discovery" verliert erneut Außentank-Teil

Zum ersten Mal seit dem Absturz der „Columbia“ vor zweieinhalb Jahren ist am Dienstag wieder eine US-Raumfähre ins All geflogen. Dabei sah alles zunächst nach einem Bilderbuchstart aus. Nun heißt es aber, ein größeres Stück vom Außentank sei möglicherweise abgebrochen. Dies sollen Kamera-Aufzeichnungen zeigen, berichten Agenturen.

HB WASHINGTON. Die Nasa-Führung warnte allerdings vor Panikmache, weil bei jedem Start planmäßig Teile abfielen. Die Aufnahmen vom Start würden jetzt Bild für Bild ausgewertet, sagte Start-Direktor Mike Leinbach. Nach den Worten des stellvertretenden Programmdirektors Wayne Hale hat die Nasa erst am sechsten Flugtag einen vollständigen Überblick über alle aufgezeichneten Daten und den genauen Zustand des Shuttles.

Ein rund 800 Gramm schweres Stück Schaumstoff hatte am 1. Februar 2003 zur „Columbia“-Tragödie geführt. Beim Start wurden Hitzekacheln am linken Flügel beschädigt. Als das Space-Shuttle wieder in die Atmosphäre eindrang, brach es auseinander. Alle sieben Astronauten kamen ums Leben.

Wie geplant hob die „Discovery“ am Dienstag um 10.39 Uhr Ortszeit (16.39 Uhr MESZ) von dem Raumfahrtzentrum Cape Canaveral in Florida ab und erreichte etwa neun Minuten später die Umlaufbahn. Die Probleme mit einem Treibstoff-Sensor, die vor knapp zwei Wochen den Start verhindert hatten, traten nicht mehr auf. Die Besatzung von Kommandantin Eileen Collins soll zwölf Tage im All bleiben.

Die Wiederaufnahme der Shuttle-Flüge bedeutet, dass nach mehr als zwei Jahren auch die Arbeit an der ISS fortgesetzt werden kann. Zwar hatten russische Raumschiffe die Versorgung der Station übernommen. Jedoch sind nur die Raumfähren in der Lage, größere Bauteile in die Umlaufbahn zu bringen. Der „Discovery“-Start bedeutet auch neue Hoffnung für das alternde Weltraum-Teleskop „Hubble“. Nach zwei erfolgreichen Shuttle-Flügen will Nasa-Chef Michael Griffin entscheiden, ob es einen Reparaturflug zu dem Teleskop geben wird.

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