NEC-System ermöglicht Überwachung auf Bahnhöfen und öffentlichen Plätzen
Computer erkennt Gesicht in der Menge

Die Überprüfung biometrischer Merkmale wie die Iriskontrolle, automatische Gesichtserkennung oder der elektronische Vergleich des Fingerabdrucks werden angesichts der Angst vor neuen Terroranschlägen von der Bevölkerung zunehmend akzeptiert.

HB HAMBURG. Die Befürchtungen, der Staat könne den Bürger auf Schritt und Tritt überwachen, schwinden. In einem solchen Meinungsklima zeigen die Entwickler von Überwachungstechnik dann auch schon einmal, dass sie mit ihrer Technik inzwischen schon viel können, als nur den Nachweis erbringen, dass die Person mit dem Ausweis tatsächlich die ist, für die sie sich ausgibt.

Längst reichen die Möglichkeiten der Biometrie mit der so genannten Identifikation deutlich weiter. Mit einer zentralen Biometrie-Datenbank – in Deutschland gesetzlich derzeit nicht möglich – lässt sich eine Person anhand des Irismusters, seines Gesichtes oder durch den Fingerabdruck eindeutig identifizieren. Im Fall der Gesichtserkennung könnten spezielle Videokameras Personen sogar überall überwachen, ohne dass diese etwas davon mitbekommen.

Vor kurzem stellte der japanische Elektronikkonzern NEC die weltweit erste dreidimensionale Gesichtserkennung „Fiore“ vor, mit der Personen auch innerhalb einer Menschenmenge eindeutig identifiziert werden können. Noch müssen dazu die linke und die rechte Gesichtshälfte mit vier in einer Fotokabine installierten Kameras jeweils getrennt aufgenommen werden. Diese flachen Bilddaten setzt ein Rechner darauf zu einer komplexen, dreidimensionalen Gesichtsaufnahme zusammen. Ergebnis ist ein Netzstruktur-Modell des jeweiligen Antlitzes, das sich mit zahlreichen Polygonen über Stirn, Nase und Mund zieht.

Werden Personen mit einer Kamera zweidimensional erfasst, kann dieses Bild über ein spezielles Rechenverfahren schnell mit dem dreidimensionalen Datensatz in der Datenbank verglichen werden. Fehler bei der Wiedererkennung durch einen schrägen Blickwinkel der Kontrollkamera oder eine schlechte Ausleuchtung des Gesichtes treten im Unterschied zu älteren 2D-Systeme deutlich seltener auf. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein mit einer Videokamera aufgenommenes Gesicht identifiziert wird, soll bei 96,5 % liegen. Mit solchen Systemen wäre eine flächendeckende Überwachung mit Kameras auf Bahnhöfen, über Autobahnen und an Straßenkreuzungen künftig kein Problem mehr.

Seite 1:

Computer erkennt Gesicht in der Menge

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%