Nessie an die Front

U-Boot-Wrack befeuert Seemonster-Geschichten

Beim Verlegen eines Unterwasserkabels finden Sonarspezialisten ein U-Boot aus dem Ersten Weltkrieg. UB-85 kapitulierte 1918 vor einem britischen Kriegsschiff, danach hatte der Kapitän eine kuriose Geschichte zu erzählen.
Beim Verlegen eines Unterwasserkabels wurde das U-Boot auf dem Meeresgrund entdeckt. Quelle: dpa
Sonarbild von UB-85

Beim Verlegen eines Unterwasserkabels wurde das U-Boot auf dem Meeresgrund entdeckt.

(Foto: dpa)

HeidelbergEin in der Irischen See aufgespürtes Wrack aus dem Ersten Weltkrieg bietet einen willkommenen Anlass zu Spekulationen über Nessie, Kraken und andere mythische Meeresmonster. Beim Installieren eines Unterwasserkabels stießen Sonarfachleute des Energieversorgers ScottishPower auf das Wrack eines deutschen U-Boots der UBIII-Klasse – womöglich UB-85, das im Jahr 1918 vor einem britischen Patrouillenboot kapitulierte.

Dieses Schiff gelangte zu Berühmtheit, weil sich die Besatzung völlig kampflos ergab. Nach der Kapitulation berichtete der Kapitän vom Angriff eines gigantischen Seemonsters, das sein Schiff so beschädigte, dass es kampfunfähig wurde.

Die größten Flugzeugträger der Welt
USA: USS Carl Vinson
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Die Träger der US-amerikanischen Nimitz-Klasse, wie hier die USS Carl Vinson, waren bisher die größten Kriegsschiffe der Welt. Angetrieben von zwei Atomreaktoren und vier Dampfturbinen, haben sie bis zu 6.300 Mann Besatzung. Das letzte Schiff dieser Klasse kostete 6,3 Milliarden US-Dollar.

Die monatlichen Betriebskosten eines Flugzeugträgers dieser Größe betragen etwa 13 Millionen Dollar. Die Schiffe sind zeitlich nahezu unbegrenzt einsetzbar. Sie sind für eine Nutzungsdauer von rund 50 Jahren ausgelegt. Zehn Schiffe der Nimitz-Klasse bilden die US-amerikanische Flugzeugträgerflotte. Doch ein neues Schiff aus den USA hat die Nimitz-Klasse mittlerweile überholt ...

Flugzeugträger USS Gerald R. Ford
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Der US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford verlässt im April 2017 den US-Hafen von Newport News für erste Probefahrten. Es ist 333 Meter lang, hat eine Verdrängung von 90.000 Tonnen und bietet Platz für 4.500 Menschen sowie mehr als 75 Flugzeuge.

Russland: Admiral Kusnezow
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Die Admiral Kusnezow ist der einzige Flugzeugträger der russischen Seekriegsflotte und das zurzeit größte Schiff mit dieser Funktion, das nicht in den USA gebaut wurde. Es ist das Typschiff der nach ihr benannten Admiral-Kusnezow-Klasse. Vom Stapel lief das Schiff im Jahr 1985, insgesamt ist es 306 Meter lang und 71 Meter breit.

Indien: Vikramaditya
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Der russische Flugzeugträger „Admiral Gorschkow“ wurde für umgerechnet 2,2 Milliarden Euro von Russland an Indien verkauft. Das Schiff war in Russland bis 2012 entsprechend den Anforderungen der indischen Marine umgebaut worden und 2013 als Vikramaditya in Dienst gestellt. Die Virkamaditya erreichte ihren indischen Heimathafen im Bundesstaat Karnataka im Januar 2014 nach einer sechswöchigen Überfahrt. Das Schiff gehört zur Kiew-Klasse. Die Klasse war bis Mitte der 1990er-Jahre im Dienst der Sowjetunion und der Russischen Föderation.

Frankreich: Charles De Gaulle
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Die Charles de Gaulle verfügt als einziger Flugzeugträger außerhalb der US Navy über einen Nuklearantrieb, sie ist das Flaggschiff der französischen Marine. Der Flugzeugträger ist das größte Schiff der französischen Marine, im Vergleich zu den von den USA eingesetzten Flugzeugträgern allerdings relativ klein. Sie ist 261 Meter lang, knapp 65 Meter breit und 75 Meter hoch.

Bestückt ist sie in der Regel mit 40 Flugzeugen. Bei einer Einsatzdauer von sieben Tagen können maximal 100 Flüge pro Tag absolviert werden.

Italien: Giuseppe Garibaldi
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Das Flagschiff der italienischen Maschine heißt Giuseppe Garibaldi. Es wurde 1979 in Auftrag gegeben und sollte vorwiegend zur U-Boot-Jagd dienen. Das Flugdeck ist 173 Meter lang und 28 Meter breit. Der Start der Flugzeuge erfolgt über eine um 6,5 Grad ansteigende vordere Flugdeckrampe.

Seit Ende 2012 nimmt die Garibaldi Flugzeuge nur noch auf, wenn der Flugzeugträger Cavour nicht verfügbar ist.

China: Liaoning (Admiral-Kusnezow-Klasse)
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Projekt 1143.5, von der Nato als Admiral-Kusnezow-Klasse bezeichnet, ist eine Klasse von Flugzeugträger der Sowjetischen- und Russischen Marine. Der Träger wurde noch im unfertigen Zustand im Jahr 2000 an China verkauft, und dort nach längerer Ausrüstungs- und Modernisierungsphase zwei Jahre später als Liaoning in Dienst gestellt. Sie ist der erste Flugzeugträger der Marine der Volkrepublik.

Die Gesamtkosten sollten bei umgerechnet 2,4 Milliarden US-Dollar liegen, wovon die finale Fertigstellung rund 500 Millionen Dollar ausmachte.

Die Kreatur, so die überlieferte Geschichte des Kapitäns, habe einen gigantischen Kopf, riesige Augen und scharfe Zähne gehabt. Beim Kampf mit dem Tier sei das Boot so beschädigt worden, dass es nicht mehr tauchen konnte und dem feindlichen Schiff ausgeliefert war.

Ein von ScottishPower zitierter Monsterexperte würdigte deswegen auch die kriegswichtigen Beiträge der Ungeheuer-Population um die Britischen Inseln. Fachleute geben allerdings zu bedenken, dass U-Boote gelegentlich auch aus weniger spektakulären Gründen Defekte hatten, die sie am Tauchen hinderten. Ein Seeungeheuer sei deswegen nicht nötig, um die Kapitulation von UB-85 im Jahr 1918 zu erklären.

Zumal es keineswegs klar ist, ob die Sonarbilder tatsächlich UB-85 zeigen oder stattdessen sein Schwesterschiff UB-82. Das sank nämlich ganz ohne monströse Einwirkung in der gleichen Seeregion.

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