Neue Akustik-Waffe
Beschallen statt beschießen

Fraunhofer-Wissenschaftler haben im Auftrag der Bundeswehr eine Schallwaffe entwickelt. Mit Lautstärke soll sie Soldaten die Gegner vom Hals halten.
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Pfinztal/EttlingenAuf sie mit Gebrüll. Mit einer modernen Auslegung dieses Kriegsrufs will das Militär künftig Gegner abschrecken. Die dafür notwendige Waffe besteht aus etlichen hintereinander montierten Lautsprechern, mit denen Menschen gezielt auf mehrere hundert Meter mit unangenehmen Geräuschen beschallt werden können.

Das Fraunhofer Institut für Chemische Technologie (ICT) in Pfinztal bei Karlsruhe hat jetzt einen Prototypen vorgestellt, den es im Auftrag der Bundeswehr entwickelt hat. Dazu wurden im Labor zehn quadratische Lautsprecher - jeder etwas größer als eine CD-Hülle - im Abstand von rund 15 Zentimetern hintereinander auf eine Gestänge geschraubt. Die Herausforderung war, sie so anzuordnen, dass die Laute gezielt nach vorne abstrahlen.

„Normalerweise breitet sich der Schall kugelförmig aus und verhallt schon nach wenigen Metern“, erklärt Wilhelm Eckl, Abteilungsleiter für energetische Systeme am ICT. Mit dem Akustikgenerator könne er trichterförmig über mehrere hundert Meter ausgestrahlt werden.

Dreht man am Einschaltknopf, jagt ein Frequenzgenerator 680 Herz durch mehrere Endstufen. Ein greller Ton erfüllt die Luft. Hinter den Lautsprechern ist er nur unangenehm, davor unerträglich. „Die Maschine schafft bis zu 130 Dezibel, das ist etwa doppelt so laut wie ein Starfighter,“ erläuterte Diplomingenieur Erik Walschburger. Er forschte fünf Jahre an dem Gerät.

Eckl sieht gute Chancen, dass solche Akustikgeneratoren in einigen Jahren zur Ausrüstung der Bundeswehr gehören. „Sie sind effizient, und mit ihnen wird niemand getötet.“ Die einzige Gefahr sei, dass das Trommelfell in Mitleidenschaft gezogen wird. „Aber die ist heute schon in jeder Diskothek gegeben.“

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Kommentare zu " Neue Akustik-Waffe: Beschallen statt beschießen"

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  • achso...nun sind wir schon so weit, das wir "menschen" eseinfach so hinnehmen und damit begründen, dass wir ehh einem friedlichen beisammen sein lichtjahre entfernt sind. anstatt sich mal zu fragen, ob dies sein muß und ewentuell auch gegen jetliche art von gewalt und waffen zu sein!?!?

  • Regen Sie sich doch nicht so auf!
    Gehen Sie doch mal auf eine Luftfahrtmesse.
    Aber vergessen Sie Ihre Herztabletten nicht! ;)

    Waffen sind zum töten oder ziemlich wehtun da. Mit Wattebällchen wirft man nur im Damen-Debattierclub.

    Von einer idealen und friedlichen Welt sind wir leider Lichtjahre entfernt.
    Nehmen Sie die "Werbung" mit Humor! :))

  • Bei solchen unkritischen Artikeln bekomme ich es immer mit der Angst zu tun. Besonders wenn sich der Artikel liest wie die Werbung für menschenfreundliche Waffen. Solche Waffen werden am ende immer als Crowd Control gegen die eigene Bevölkerung, und die Zivilbevölkerung anderer Länder eingesetzt. Ein gutes Beispiel dafür ist das „Active Denial System“, kurz ADS was in den USA und Israel zur Crowd Control benutzt wird. Diese Energiewaffe benutzt Mikrowellen um den Körpers des Menschen so aufzuheizen, dass man das Gefühl hat lebendig gekocht zu werden. Interessant ist auch wie beiläufig das Wort Friedensmission eingeschoben wurde.

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