Neue Chipwerkstoffe reduzieren Stromverlust
Intel meldet Durchbruch bei Chipherstellung

Der US-Chiphersteller Intel hat nach Information des „Wall Street Journal“ die größte Hürde bei der Verbesserung der Rechenleistung von Chips genommen. In einem Arbeitspapier gibt das Unternehmen an, Materialien, die seit über 30 Jahren Hauptbestandteil von Chips sind, erfolgreich durch neuartige Materialien ersetzen zu können.

HB DÜSSELDORF. Der US-Chiphersteller Intel hat nach Information des „Wall Street Journal“ die größte Hürde bei der Verbesserung der Rechenleistung von Chips genommen. In einem Arbeitspapier gibt das Unternehmen an, Materialien, die seit über 30 Jahren Hauptbestandteil von Chips sind, erfolgreich durch neuartige Materialien ersetzen zu können. Dadurch soll das Problem von Stromverlusten innerhalb der Chips weitgehend gelöst werden können. Die Materialien, die Intel aus Gründen des Patentschutzes nicht näher benannte, sollen frühestens 2007 in der Chipproduktion genutzt werden.

Nach Schätzungen von Intel gehen rund 40 % des von einem Pentium 4 Prozessor verbrauchten Stroms durch undichte Stellen verloren. Neben der Verschwendung von Strom führt die elektrische Undichte zu einer großen Hitzeentwicklung, was die Entwicklung immer kleinerer Chipstrukturen erschwerte. Dies will Intel mit einem nach eigenen Angaben vielversprechenden neuen Werkstoff für die Ummantelung und dem Einsatz von so genannten „high-k“-Materialien verhindern, die eine höhere Leistung bei geringerer Größe erlauben.

Während der Chipexperte Jack Lee von der University of Texas Intels Arbeitspapier als sehr aufschlussreich bezeichnete, sparte der Leiter von ähnlichen Forschungen bei Texas Instruments, Luigi Colombo, nicht mit Kritik an den seiner Meinung nach spärlichen Ausführungen: „Für mich sieht das Ganze eher nach einer Marketingmaßnahme aus.“

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