Neue Generation von Raumschiffen: Nasa träumt von Flügen zum Mars

Neue Generation von Raumschiffen
Nasa träumt von Flügen zum Mars

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will künftig ihr Geld vor allem für Flüge zum Mond und Mars ausgeben. Im Mittelpunkt stehen dabei die Entwicklung einer neuen Generation von Sternenkreuzern zwischen 2010 und 2014 sowie der Bau einer Mondlandesonde und einer Startrampe.

WASHINGTON. „Die Ausweitung der Menschheit auf unser Sonnensystem wird ohne Zweifel zu den größten Errungenschaften gehören“, sagte Nasa-Direktor Michael Griffin bei der Vorstellung seines Haushaltsplanes für das Finanzjahr 2007. Präsident George W. Bush hatte bereits vor zwei Jahren eine Rückkehr der US-Raumfahrt zum Mond bis 2018 angekündigt. Danach soll erstmals eine bemannte Mars-Expedition ins Auge gefasst werden.

Der Nasa-Etat, der Teil des Bundes-Budgets ist, sieht eine Steigerung von 3,2 Prozent auf insgesamt 16,8 Mrd. Dollar vor. Der größte Posten fällt auf die Entwicklung eines Raumschiffs zum Mond und Mars („crew exploration vehicle“). Zwei Konsortien unter der Leitung der US-Unternehmen Lockheed Martin und Northrop Grumman wollen Ende März ihre Vorschläge präsentieren. Sollte Lockheed Martin den Zuschlag bekommen, wäre auch die in Bremen ansässige Raumfahrtagentur des europäischen Luftfahrtkonzerns EADS als Partner dabei.

Darüber hinaus will die Nasa mehr Geld für die Erforschung des Sonnensystems, die Wissenschaft über Erde und Sonne sowie Technologie ausgeben. Einen besonders hohen Stellenwert räumt die Raumfahrtbehörde dem Mars ein. Für den Start der Sonde „Phoenix“ 2007 sind 90,5 Millionen Dollar reserviert. Das Vehikel soll am Nordpol des roten Planeten landen und mit seinen Roboterarmen in eisigem Terrain nach Spuren von Wasser suchen. Das „Wissenschaftslabor Mars“ darf auf 348 Mill. Dollar hoffen. Der Raumkörper soll 2009 ins All geschossen werden und Boden- sowie Felsproben untersuchen.

Abstriche plant die Nasa hingegen bei der Ausbildung und bei der Partnerschaft mit Unternehmen. Auch soll der Etat durch die Entlassung von mehr als 400 der insgesamt rund 18 400 Mitarbeiter entlastet werden. Die Nasa kündigte außerdem an, einige wissenschaftliche Raumfahrt-Programme zumindest zeitlich zu strecken. Zwar scheint die Finanzierung für laufende Projekte wie den Mars-Rover, die Saturn-Sonde „Cassini“ und die Pluto-Sonde „New Horizons“ sicher. Andere Expeditionen könnten hingegen verschoben werden, betont die Nasa. Zu den gefährdeten Missionen gehört der Flug einer Sonde zum Mond des Gasplaneten Jupiter, Europa, sowie die Erforschung von erdähnlichen Planeten, die um die Sterne kreisen.

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