Neue NASA-Mission
Sonde "Deep Impact" wird im All geparkt

Die Raumsonde "Deep Impact" wird vorerst nicht zur Erde zurückkehren. Nach dem erfolgreichen Beschuss eines Kometen, hat die US-Weltraumbehörde NASA die Sonde in der Nähe der Erde im Weltall geparkt. Weitere Missionen sind so möglich.

HB WASHINGTON/PASADENA. Als spektakulären Erfolg hatte die NASA den ersten kontrollierten Beschuss des Kometen Tempel 1 am 4. Juli dieses Jahres gefeiert. Offensichtlich waren die NASA-Verantwortlichen so zufrieden mit dem Verlauf der Mission, dass die Raumsonde "Deep Impact", die den Kometen beschossen hatte, nun weitere Aufgaben im Weltall übernehmen soll.

Mit einer Kurskorrektur solle die Sonde in Nähe der Erde bleiben, sagte der NASA-Leiter der Erforschung des Sonnensystems, Andy Dantzler, am Mittwoch im kalifornischen Pasadena. Ein kurzzeitiges Zünden der Steuerung werde die Sonde Ende Dezember 2007 wieder auf eine Umlaufbahn um die Erde bringen. Weitere Einsätze im Weltall sind auf diese Weise möglich.

Dantzler rief dazu auf, Vorschläge für die Wiederverwendung von "Deep Impact" einzureichen. Der NASA bliebe genug Zeit, die Optionen für eine weitere Mission der Raumsonde abzuwägen, so Dantzler. Entsprechende Vorschläge müssten bei der NASA eingereicht und auf ihren wissenschaftlichen Wert und die Durchführbarkeit geprüft werden.

Am Nationalfeiertag der USA hatte die Raumsonde ein 372 Kilogramm schweres Kupferprojektil auf den kartoffelförmigen Kometen Tempel 1 abgeschossen. Nach ersten NASA-Angaben riss das Geschoss einen etwa 250 Meter breiten Krater in die Oberfläche des Kometen. Die Fotos, die "Deep Impact" nach dem Beschuss aus sicherer Entfernung machte, schafften es bis auf die Titelblätter der Zeitungen. Die Aufnahmen hätten alle Erwartungen der NASA übertroffen, erklärte die US-Weltraumbehörde.

Von der Auswertung der Aufnahmen von Tempel 1 erhoffen sich die Wissenschaftler Aufschluss über die Entstehung des Sonnensystems. Kometen gelten als Überbleibsel der Entstehungsgeschichte vor 4,6 Milliarden Jahren. "Deep Impact" kann jedoch nicht erneut einen Kometen unter Beschuss nehmen: Die Sonde hatte nur ein kühlschrankgroßes Geschoss an Bord.

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