Forschung + Innovation
Neue OP-Methode hilft Querschnittgelähmten

Um einem querschnittgelähmten Patienten die Kontrolle über seine Blase zurückzugeben, haben Tübinger Ärzte am Mittwoch erstmals eine in Europa neue Operationsmethode angewendet.

dpa TüBINGEN. Um einem querschnittgelähmten Patienten die Kontrolle über seine Blase zurückzugeben, haben Tübinger Ärzte am Mittwoch erstmals eine in Europa neue Operationsmethode angewendet.

Nach Angaben des Universitätsklinikums Tübingen werden bei dem Eingriff Nerven eines Rückenmark-Reflexbogens aus dem Oberschenkel auf den Reflexbogen der Harnblase umgeleitet. Durch die Auslösung eines Reizes am Oberschenkel könne die Blase wieder gesteuert werden.

Der erste Patient war ein 25 Jahre alter Baden-Württemberger, der seit einem Motorradunfall vor zwei Jahren gelähmt ist. Die neue Methode kommt nach Angaben des Universitätsklinikums aus China. Dort seien bereits mehr als 100 Patienten operiert worden. Meist normalisiere sich die Funktion der Blase in sechs bis zwölf Monaten. Jährlich sollen nun 30 bis 40 Patienten in Tübingen gemeinsam von Urologen und Neurochirurgen der Uniklinik und Ärzten der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik operiert werden.

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