Neue Runde im Kampf um Marktanteile eingeläutet
Nintendo fordert Sony und Microsoft heraus

Weihnachten naht - der Kampf der Videospielkonsolen-Hersteller um die Vorherrschaft unter den Weihnachtsbäumen hat begonnen. Den Startschuss für das Rennen um die Marktanteile im Weihnachtsgeschäft hat der japanische Spielwarenkonzern Nintendo gegeben. Aktuell wurde der Preis für die Heim-Spielekonsole Gamecube von 199,95 Euro auf 99,90 Euro gesenkt.

HB DÜSSELDORF. Die Metro-Tochter Mediamarkt bietet die Konsole bereits seit einer Woche zum Kampfpreis an. In den Vereinigten Staaten wurde der Preis für den Gamecube schon Ende September von 149,99 auf 99,99 Dollar gesenkt - mit durchschlagendem Erfolg für Nintendo. In den wochenweise ermittelten Marktanteilen hat der Gamecube die Konkurrenten Playstation 2 (PS 2) von Sony und die Xbox von Microsoft klar überflügelt. Laut Nintendo greifen die Konsumenten in den USA um 20% häufiger zum Gamecube als zur PS 2. Auf 100 verkaufte Xbox-en kommen sogar 245 Gamecubes.

Auf solche Nachrichten hatte die Konzernzentrale im japanischen Kyoto schon lange gewartet. In der Vergangenheit musste Nintendo mit schmerzlichen Niederlagen gegen die Konkurrenz fertig werden. Die Verkaufszahlen des Gamecubes sind seit der Markteinführung am 3. Mai 2002 stets hinter den Erwartungen zurück geblieben. Mitte des Jahres wurden knapp 10 Millionen Konsolen weltweit abgesetzt. Damit lagen die Japaner mit Branchenneuling Microsoft auf gleicher Höhe - was aus Sicht Nintendos einer großen Enttäuschung gleich kommt. Im August wurde sogar die Produktion ausgesetzt, da das Angebot die Nachfrage bei weitem überstieg.

Spiele-Hersteller ließen Nintendo im Stich

Die Krise des Gamecube ist dadurch verstärkt worden, dass renommierte Spiele-Hersteller wie Eidos (verantwortlich für die "Tomb Raider"-Serie) und Codemasters (mit dem Top-Produkt Colin McRae im Portfolio) angekündigt haben, dass sie in Zukunft keine Spiele mehr für Nintendos Hardware auf den Markt bringen wollen. Andere Spiele-Hersteller wie Electronic Arts (EA) wollen diesem Beispiel jedoch nicht folgen. Der Geschäftsführer von EA Deutschland, Jörg Trouvain, versichtert im Gespräch mit Handelsblatt.com, dass EA auch weiterhin für alle Spiele-Plattformen Produkte auf den Markt bringen wird. Er ist von einer Zukunft des Gamecube überzeugt. "Aus unserer Sicht ist der Markt für drei Heimkonsolen groß genug." Entsprechend werde auch diese Konsole künftig mit entsprechender Software bedient.

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