Neue Software
Forscher ermitteln den Donaupegel der Zukunft

Kraftwerksbauer, Landwirte und Städteplaner – sie alle brauchen verlässliche Prognosen über die künftigen Wasserstände der Flüsse. Für die Donau sind Antworten jetzt in greifbarer Nähe: Forscher der Universität München haben eine Software entwickelt, um wasserabhängige Szenarien für die nächsten 30 bis 50 Jahre zu simulieren.

MÜNCHEN. Ist künftig noch ausreichend Kühlwasser für Kraftwerke vorhanden? Genügen in den nächsten 30 Jahren die Schneemengen, damit sich der Bau einer Bergbahn rentiert? Brauchen die Bauern im Jahr 2040 leistungsfähige Bewässerungssysteme oder reicht der Regen? Die Erfahrungen aus dem Jahrhundertsommer 2003 lassen die Bedeutung des Projekts der Universität München erahnen: Damals musste das Kraftwerk Neckarwestheim seine Leistung drosseln, weil es an Kühlwasser mangelte.

40 Forscher aus 14 Fachgebieten haben sechs Jahre an der Software namens „Danubia“ gearbeitet, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Seit Juni läuft Danubia auf einem Großrechner in München, ab 2010 soll das Simulations-Tool als Open-Source-Software im Internet zur Verfügung stehen. Zur Zeit startet ein Team aus Wissenschaftlern und Industrie-Vertretern damit, erste Szenarien für konkrete Anwendungsfälle zu berechnen. Erstmals sollen so die wirtschaftlichen Auswirkungen des globalen Klimawandels in einem definierten Gebiet sichtbar werden: im deutschen Donauraum und seinem österreichischen Einzugsgebiet.

Danubia stützt alle Berechnungen interdisziplinär auf Klima-, Bevölkerungs- und Wirtschaftsmodelle. Auch sollen die politische Entwicklung und der technologische Fortschritt berücksichtigt werden.

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