Neue Steuerprogramme
Wäsche wird schneller sauber

Das Wäschewaschen mit Automaten wird nicht nur umweltverträglicher, sondern auch komfortabler. Neue Steuerprogramme sorgen dafür, dass die Abläufe optimal auf verschiedene Textilien abgestimmt und der Verbrauch an Wasser und Strom weiter reduziert werden. Weiterer Plus: Die Waschzeit wird deutlich verringert.

DÜSSELDORF. Mit Verbesserungen an den Waschtrommeln und mit Hilfe neuer Technologien gelingt es den Waschmaschinen-Herstellern, die Waschzeit deutlich zu verringern und die Waschergebnisse bei niedrigen Temperaturen weiter zu verbessern. Um sich vom Wettbewerber zu unterscheiden, müssen sich die Hersteller so genannter Weißer Ware etwas einfallen lassen. „Die Zeiten der großen Fortschritte sind vorbei“, sagt Eduard Sailer, Mitglied der Miele-Geschäftsführung. Jetzt komme es darauf an, die Kunden mit kleinen innovativen Schritten von den Produkten zu überzeugen. Die Hersteller versuchen dies durch Variation der drei wesentlichen Parameter des Waschprozesses: der Temperatur, Zeit und der Mechanik – der Kraft, mit der die Wäsche in der Trommel hin- und hergewalkt wird, vergleichbar mit dem Schrubben auf dem Waschbrett.

Um die Wäsche möglichst schonend zu waschen, hat Miele eine Waschtrommel mit einer speziellen Wabenstruktur entwickelt. „Zwischen Trommel und Wäsche bildet sich ein Wasserfilm, auf dem die Wäsche gleitet, und beim Schleudern sind aufgrund des kleinen Durchmessers der Trommellöcher Fadendurchtritte deutlich reduziert“, sagt Sailer. Vorteil: Die Textilfasern werden dadurch beim Reinigen wie beim Schleudern weniger strapaziert, wie die Wäschereiforschung Krefeld in einem Gutachten bestätigt.

Siemens hat die Innovation nun intelligent weiter entwickelt. Die Waschtrommel in dem Automaten, den das Münchener Unternehmen jetzt auf den Markt gebracht hat, behandelt die Wäsche je nach Drehrichtung entweder sanft oder kraftvoll. „Asymmetrisch geschwungene Mitnehmer in der Trommel sorgen dafür, dass die Wäschestücke in der einen Richtung sanft über die flachen Flanken hinweg gleiten, während sie in der anderen Richtung durch die steilen Flanken kräftig durchgewalkt werden“, erläutert Carsten Stelzer, Bereichsleiter Technik im Siemens-Produktbereich Wäschepflege, das Prinzip. Darüber hinaus sorgt die besondere Form der Trommel – die Löcher an der Oberfläche sind tropfenförmig gestaltet – dass die Wäsche in einer Drehrichtung stärker mit Wasser durchflutet wird.

Die Siemens-Ingenieure haben diese unterschiedlichen Trommeleigenschaften nicht nur für das Programmieren von Schonprogrammen genutzt, sondern auch zur Entwicklung spezieller Programme für die Fleckenbehandlung. Durch Waschen mit heißem oder kaltem Wasser, langes oder kurzes Einweichen, mehr oder weniger Rubbeln kann der Siemens-Automat erstmals die 14 häufigsten Fleckenarten ohne Zusatz zusätzlicher Fleckenmittel behandeln: Ob Rotwein oder Kosmetika, Ei oder Öl, Schweiß oder Gras – die Maschine hat für die jede Verschmutzung ein eigenes Programm parat. AEG Electrolux bietet bei seiner neusten Lavamat-Maschine zwar ebenfalls ein Fleckenprogramm, das ist aber nicht so ausgefeilt.

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