Neue Technologie: Kampfjets fliegen ohne Pilot

Neue Technologie
Kampfjets fliegen ohne Pilot

In den letzten Jahren haben unbemannte Flugkörper, die für militärische Aufklärungszwecke eingesetzt werden, mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. Vom Jugoslawien-Konflikt über den Golf-Krieg bis hin zu den Auseinandersetzungen im Irak sind Zahl und Einsätze der unbemannten Aufklärer von Mal zu Mal angestiegen.

DÜSSELDORF. Inzwischen sind die Amerikaner sogar dabei, auf Basis der mit diesen Aufklärern gewonnenen Erfahrungen kleine unbemannte Kampfflugzeuge zu entwickeln. Diese könnten dann ferngelenkt Ziele mit Bomben und Raketen angreifen.

In den USA werden mehrere Entwicklungsprogramme für solche Flugzeuge vorangetrieben, so etwa bei Boeing das X-45C-Programm und bei Northrop-Grumman das X-478-Pegasus-Projekt. Laut Schätzungen könnte in ein bis zwei Jahrzehnten schon ein Drittel der Luftkriegsführung von unbemannten Geräten ausgefochten werden.

Doch auch die Europäer setzen auf unbemannte Kriegsführung. Vor wenigen Tagen haben sechs Nationen diesseits des Atlantiks nach fast dreijährigen Verhandlungen beschlossen, das erste gemeinsame unbemannte europäische Kampfflugzeug zu entwickeln. Ziel ist vorerst, einen so genannten Demonstrator zu bauen, der 2011 zum Erstflug abheben soll.

Das europäische UCAV (Unmanned Combat Aerial Vehicle) soll zehn Meter lang werden, bei einer Spannweite von zwölf Metern und einem Gewicht von sechs Tonnen. Das Flugzeug erreicht damit eine Größe, die vergleichbar ist mit der bemannter Kampfflugzeuge, wie etwa der amerikanischen F-16 (zehn Meter Länge, 15 Meter Spannweite, 4,25 Tonnen Leergewicht), der französischen Mirage 2000 oder der schwedischen Grippen.

Die fast dreieckige Delta-Konfiguration des geplanten Fliegers ähnelt der der amerikanischen B2-Atombomber. Es handelt sich um ein so genanntes Nurflügel-Flugzeug, bei dem es also die klassische Trennung von Rumpf und Tragflächen nicht mehr gibt.

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