Forschung + Innovation
Neue Therapie gegen anhaltende Trauer

US-Forscher haben eine neue Therapie für Patienten entwickelt, die den Verlust eines nahe stehenden Menschen auch nach zehn und mehr Jahren noch nicht überwunden habe.

dpa CHICAGO. US-Forscher haben eine neue Therapie für Patienten entwickelt, die den Verlust eines nahe stehenden Menschen auch nach zehn und mehr Jahren noch nicht überwunden habe. Diese Art der Trauer ist unter US-Psychologen und Psychiatern als „Complicated Grief“ bekannt und unterscheidet sich ihren Angaben von normaler Trauer und ebenso von Depressionen.

Mit der neuen Therapie, CGT genannt, gelang es Katherine Shear von der Universität Pittsburgh, jedem zweiten Betroffenen (51 Prozent) mit nur 16 Behandlungen nachhaltig zu helfen. Ihre Studie an 95 CG- Patienten ist in „Jama“, dem Journal der Amerikanischen Ärztegesellschaft (AMA) in Chicago, vom Mittwoch veröffentlicht. Die klassische Form der „zwischenmenschlichen Psychotherapie“ (IPT) nutzte dagegen nur etwa jedem vierten Patienten in der gleichen Zeit.

Ebenso wie bei der IP-Therapie verhalf das Team um Shear den Trauernden zu einer realistischen Einschätzung ihres Verhältnisses mit dem oder der Toten und ermunterte sie zu neuen Aktivitäten und Beziehungen. Darüber hinaus aber ließen sie die Trauernden ganz ausführlich über das tragische Ereignis sprechen, ein Prozess, der „Revisiting“ genannt wird. Außerdem gaben sie ihnen Tonbänder mit Übungen mit nach Hause, die die Patienten jederzeit praktizieren konnten, um ihre bedrückenden Gedanken an den Tod und den damit verbundenen Schmerz zu vertreiben.

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